Andreas Kemper (Hg.): Die Maskulisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum (erscheint vorauss. Juni 2012).

»In Frauenhäuser werden Kinder gegen den Willen eines sorgeberechtigten Elternteils verbracht und vor diesem versteckt.«
»Frauen sind nicht das unterdrückte Geschlecht. Frauen sind das subventionierte Geschlecht.«
»Genderismus kann als Rassenlehre des 21. Jahrhunderts bezeichnet werden. Allerdings ist sie weder wissenschaftlich haltbar, noch mit handfesten Fakten belegbar.«

Dies sind nur einige Beispiele antifeministischer Parolen und Einstellungen, die nicht nur in einschlägigen Internetforen wie „MANNdat“ oder „Weiberplage“ zirkulieren. Sie sind mittlerweile auch in den meinungsmachenden Printmedien zu lesen.

Über die aktuelle Entwicklung der antifeministischen Männerrechtsbewegung, ihre Akteure und Medien veranstalten wir zusammen mit Weiterdenken e.V. am kommenden Dienstag (22.05.)  um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion. Es diskutieren Andreas Kemper und Hinrich Rosenbrock.

Einlass nur nach bestätigter Anmeldung! monaliesa[at]leipzigerinnen[pkt]de

+++ ACHTUNG: Aufgrund eines Zwischenfalls bei der Anreise der Referentin, muss der Vortrag um eine Stunde verschoben werden. Beginn ist jetzt erst um 20 Uhr! +++

Im Rahmen unserer aktuellen Veranstaltungsreihe »Weiberplage« oder »Der Geschlechterkampf von rechts« Der moderne Antifeminismus in Deutschland” lädt MONAliesA alle Interessierten ganz herzlich zur heutigen Auftaktveranstaltung ein!

Die Journalistin und Politologin Dr. Antje Schrupp wird einen Einführungsvortrag unter der Überschrift “Antifemismus früher und heute” halten, der unter anderem auf einige grundlegende Fragen zum Rahmenthema eingehen wird: Was ist eigentlich Antifeminismus? Wie wird da argumentiert? Auf welche historischen Wurzeln greift diese politische Bewegung zurück?

Beginn der Veranstaltung ist 19 Uhr 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 3 bzw. 2 Euro.

Bitte allen weitersagen :-)

[in Kooperation mit: Fachschaftsrat Politikwissenschaften/Universität Leipzig, Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig, Weiterdenken e.V.]

Die Dings.. ähh, na… hier… die… Köhler!… nee Quatsch: Schröder! Genau, Bundes… -dings… Ministerin Schröder… Ihr wisst schon … Dortmund den Dortmundern, ja genau die…: Die hat ja jetzt auch mal ein Buch geschrieben. Nicht alleine, sondern (GIRLPOWER!!!) mit ‘ner Freundin zusammen. So’n typisches Politikerbuch eigentlich, was dann am Ende eh keiner kauft, geschweige denn liest, weshalb es als Prämie an Parteifreunde zwangsverschenkt oder im großen Stil von anderen Freunden aufgekauft werden muss, damit der Verlag keine Regressansprüche geltend macht…

Naja, und die äh Dings hat jedenfalls versucht, das Geschäft mit ihren zu Druck gebrachten… sagen wir mal: recht angestaubten Ansichten über die Rolle der Frau sowie die Chancenleichheit der Geschlechter mit einem kleinen Skandälchen anzukurbeln. Hat sogar öfffentlichkeitswirksam das BKA eingeschaltet, wegen der ganzen Rowdys aus der linken und feministischen Ecke. Naja, das hat zwar nicht ganz so geklappt, dummerweise sah sich trotzdem die halbe Welt verpflichtet, ihre Broschüre mal testweise durchzublättern. Aber wir bräuchten uns ja nicht Homo sapiens sapiens zu nennen, hätten wir nicht wenigstens etwas aus dem Fall mit einer anderen Skandalschwarte (auch aus der Feder eines (Ex-)Politikers) dazugelernt: Um die verhängnisvolle Dynamik “Skandal → öffentliche Aufmerksamkeit → steigende Verkaufszahlen → $-$-$” zu durchbrechen, hat die taz-Kolumnistin Margarete Stokowski angeboten, ihr Rezensionsexemplar zu verschenken. Die/der Beschenkte kann das Buch dann lesen und es anschließend, nachdem sie/er die Fassung wieder gefunden hat, weiterverschenken und so weiter und so fort.

Coole Idee. Und in diesem Sinne noch ein Hinweis an die Nutzerinnen und Nutzer von MONAliesA: Da die schwarz-gelbe Regierung im Übrigen bislang kaum mehr als einen Rotstift für frauen- und gleichstellungspolitische Initiativen übrig hatte, ist uns unser knappes Neuanschaffungs-Budget einfach zu schade für so einen Scheiß. Ihr müsstet euch also in die Liste bei Frau Stokowski eintragen oder mit einem anderen Rezensionsexemplar einen neuen Lesekreis initiieren. Ihr könnt’s aber auch einfach sein lassen und euch bei uns ein paar schönere Bücher ausleihen! ♥

„Die Geschichte aller Zeiten, und die heutige ganz besonders, lehrt: dass diejenigen, welche selbst an ihre Rechte  zu denken vergessen, auch vergessen wurden.“

Dieses Zitat von Louise Otto Peters, der bedeutenden Frauenrechtlerin aus Leipzig, lässt sich ohne Weiteres auch auf das allgemeine Feld der weiblichen Erinnerungs- und Geschichtskultur übertragen: „Die Geschichte aller Zeiten, und die heutige ganz besonders, lehrt: dass diejenigen, welche selbst an ihre Geschichte zu denken vergessen, auch vergessen wurden.“ Diesen Umstand haben bereits die Kämpferinnen der Frauenbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts erkannt und ihre eigenen Archive und Sammlungen begründet. Entstanden ist eine breite und vielfältige Frauenarchivlandschaft mit wertvollen Schätzen der Frauenbewegung.

Auch heute ist es wichtig feministische Gruppen und deren Aktivitäten zu dokumentieren. Warum, das zeigt ein Video, das zwar mehr auf die Occupy-Bewegung gemünzt ist, aber durchaus auf die heutige queer-feministische Bewegung übertragbar ist:



Also Ladiez: Verantwortung – Selbstbestimmung – Forschung – Austausch – Kontinuität:

MONAliesA plant zurzeit den Aufbau eines queer-feministischen Archivs, das die vielfältigen Strömungen gegenwärtiger frauen-/queerpolitischer Bewegungen so dicht und umfassend wie möglich dokumentieren und archivieren soll. Seien Sie dabei und unterstützen Sie uns! Wir sammeln:
Plakate, Flyer, Fotos, Protokolle, Bilder, (fremdsprachige) Fan-Zines, Aufnäher, studentische Arbeiten, Radiosendungen, Konzertmitschnitte etc.etc. etc. …

Weitere Informationen →hier.

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