MONAliesA im August

Im August macht die Ausleihe der MONAliesA Sommerpause. Wer dringend sommerlichen Lesestoff braucht, kann uns eine Mail schreiben und fragen, ob und wann wir vielleicht doch da sind. Ab 01. September haben wir dann wieder regulär geöffnet.

Gedenkstättenfahrt nach Ravensbrück im Oktober

Sa./So., 15./16. Oktober 2016:

Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen Frauen-KZ Ravensbrück (in Kooperation mit dem Bon Courage e.V.)

1939 ließ die SS im preußischen Dorf Ravensbrück das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet errichten. Bis 1945 wurde das Lager ständig erweitert. Von 1939 bis 1945 sind etwa 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche als Häftlinge registriert worden. Die nach Ravensbrück Deportierten stammten aus über 40 Nationen, unter ihnen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente.

Ende 1944 richtete die SS im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück eine provisorische Gaskammer ein. Hier ließ die SS von Ende Januar bis April 1945 ca. 5.000 bis 6.000 Häftlinge vergasen. Im April 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Ravensbrück mit den ca. 2.000 dort zurückgelassenen Kranken.

Mit einer Gruppe von ca. 25 Personen werden wir am 15./16. Oktober nach Ravensbrück fahren. Am Samstag Nachmittag wird die Gruppe während einer Führung mit der Geschichte, dem Gelände und der Funktionsweise des Konzentrationslagers Ravensbrück vertraut gemacht, um dessen Rolle als größtem Frauen-Konzentrationslager im nationalsozialistischen Lagersystem zu verstehen. Die Führung wird angeleitet von Angelika Meyer, pädagogische Mitarbeiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Im Anschluss an die Führung findet ein Nachgespräch mit Angelika Meyer statt.

Am Abend werden Reflexionsrunden in Kleingruppen angeboten. Die TeilnehmerInnen sollen die Möglichkeit erhalten, sich über die Informationen und Eindrücke auszutauschen. Zwei Teamer_innen von Bon Courage werden die Reflexionsrunde anleiten.

Am Sonntag soll im Rahmen verschiedener Workshops ein Bezug zu Gedenkpraktiken der Gegenwart hergestellt werden. Demzufolge soll hierbei der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich gegenwärtige Gedenkpraktiken geschlechtsspezifisch gestalten, wie die Darstellung des Leidens, aber auch des Widerstands der ehemaligen KZ-Insassinnen erfolgt und welche Funktionen diese Darstellungen erfüllen. Die Workshops werden angeleitet von Angelika Meyer; sie formuliert Orientierungsfragen und Hinweise, so dass eine Gruppe jeweils zwei Unterthemen bekommt. Mit den Fragen gehen die WorkshopteilnehmerInnen dann in die Ausstellung. Zum Abschluss erfolgt eine Sammlung und Diskussion der Ergebnisse. Workshops zu folgenden Themen sind geplant:

AG1= Spannungsfeld zwischen individuellem und öffentlichen Gedenken
AG2= Präsenz der Überlebenden im Diskurs der Erinnerung
AG3= Missing link:  Sichtbare Formen des Gedenkens versus „Unsichtbares“ an der Gedenkstätte Ravensbrück

Die An- und Abreise wird mit dem Zug erfolgen, über die genauen Abfahrtszeiten werden wir euch informieren!

TeilnehmerInnenbeitrag: 30,- EUR (inkl. Reise, Übernachtung, Essen)
Anmeldung unter monaliesa_leipzig@gmx.de

Frühjahr/Sommer 2016

Mai 2016

Do., 19.05.2016, 19:00 Uhr: Ein Wurm mit Adlerflügeln, in der Küche Talg hackend. – Lesung mit dem AK Unbehagen

Juni 2016

Fr., 03.06.2016, 18:00 Uhr: Insa Eschebach: Die Frauen von Ravensbrück. Geschlechterbilder im Ravensbrück-Gedächtnis. Vortrag

Fr., 17.06.2016, 19:00 Uhr: Anita Kienesberger: „Fucking Poor. Was hat „Sexarbeit“ mit Arbeit zu tun. Eine Begriffstverschiebung und die Auswirkungen auf den Prostitutionsdiskurs“. Vortrag

Juli 2016

Mi., 06.07.2016, 19:00 Uhr: Ohne Papiere – trotzdem versorgt?? Medinetz Leipzig stellt sich vor.

Ausführliche Informationen gibt´s unter aktuelle Veranstaltungen

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Unser Programm zur Buchmesse 2016

Do., 17. März um 17:00 Uhr: Lesung mit der „outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik“, Texten aus den letzten fünf Ausgaben

Fr., 18. März um 19:30 Uhr: Antje Rávic Strubel liest „Mädchen in Betriebnahme“ aus dem Band „Ein Haus mit vielen Zimmern“ (Verlag edition fünf)

Sa., 19. März um 16:00 Uhr: Charlie Kaufhold liest aus „In guter Gesellschaft. Geschlecht, Schuld und Abwehr in der Berichterstattung über Beate Zschäpe“ (edition assemblage)

Sa., 19. März um 19:00 Uhr: Gertraud Klemm liest aus „Muttergehäuse“ (Kremayr und Scheriau)

So, 20. März um 12:00 Uhr: Lesung aus Sammelband „O Mother, Where Art thou?“ über (queer-)feministische Perspektiven auf Mutterschaft und Mütterlichkeit + Brunch

Ausführliche Informationen gibt´s unter aktuelle Veranstaltungen

Web Opac endlich online

Was lange währt, wird nun endlich gut: Nach einem Jahr tüfteln geht der MONAliesA Web Opac (Online Katalog) nun online. Damit könnt ihr und können Sie auch aus der Ferne den Bestand der MONAliesA durchstöbern.

Erreichbar ist der Katalog über den Link in der Menüleiste.

Viel Spaß beim Suchen und neue Bücherschätze entdecken!

Veranstaltung im Januar und Februar

Mi., 17. Februar, 19:00 Uhr
Film: Limonlu kahve – Kaffee mit Zitrone

Die fünf Sexarbeiterinnen weiße Tulpe, neuer Frühling, Rosebud, violette Hyazinthe und gelbe Lilie erzählen in diesem Dokumentarfilm von ihrer Kindheit und ihrem Weg in die Prostitution in der Türkei.

Eine von ihnen ist Ayşe Tükrükçü. Seit 2007 engagiert sie sich öffentlich in Istanbul für die Rechte von Sexarbeiterinnen. Sie wirkt in Dokumentarfilmen wie diesem mit, tritt in Talkshows auf, ist in Zeitschriften präsent. 2008 kam ihr Buch „hayatsiz kadın“ heraus, in dem sie ihr Leben erzählt.

Trotz all der Dinge, die ihr von anderen Menschen angetan wurden, setzt sich Ayşe selbstlos für andere ein und zeigt Gesicht.

Sie hat die Diagnose Eierstockkrebs bekommen und wir sammeln Spenden für die OP! Wir freuen uns im Namen von Ayşe über jede noch so kleine Spende und möchten den Abend nutzen, über sie und über die Missstände in der Türkei zu sprechen.

Der Eintritt ist auf Spendenbasis. Die Spenden gehen direkt und ohne Umwege an Ayşe.

Die Dokumentation ist auf Türkisch mit englischen Untertiteln und dauert 60 Minuten.

Spenden werden außerdem an diesem extra eingerichteten Spendenkonto entgegen genommen:

Name: Martina Batz Spendenkonto Ayşe
IBAN: DE96 5335 0000 3000 5749 01
BIC: HELADEF1MAR

 

So., 10. Januar, 16:00 Uhr
ChickLit – Young Feminist Writers: Übersetzen – unsichtbar und unpolitisch?
Referentinnen: Magda Wlostowska, Samanta Gorzelniak, Lena Dorn
Vortrag und Diskussion

Oft lesen wir Bücher, die nicht auf Deutsch verfasst wurden und demnach Übersetzungen sind. Oft ist uns das gar nicht bewusst. Auch wenig bekannt ist, dass die Übersetzungsarbeit schlecht bezahlt ist und meist von Frauen erledigt wird. Wir haben drei junge Übersetzerinnen eingeladen, um mit ihnen über ihre konkrete Arbeit zu sprechen. Wie kommt man eigentlich an Aufträge, welche Netzwerke sind sinnvoll, welche Schwierigkeiten ergeben sich beim Übersetzen und was macht Spaß dabei? Aber auch die politische Dimension des Übersetzens soll sichtbar werden: Was wird übersetzt – und was eben nicht mit welchen Konsequenzen? In welcher (Macht)Position befindet sich der/die ÜbersetzerIn? Diese und weitere Fragen sollen ausgehend von den eigenen Übersetzungen der Referentinnen, die sie vorlesen, diskutiert werden (tschechisch und polnisch).