Irmtraud Morgner in Chemnitz: Stadtrundgang

Fr., 9. September 2016

Die Schriftstellerin Irmtraud Morgner ist in Chemnitz weitgehend unbekannt – obwohl sie 1933 dort geboren wurde und ihre Kindheit und Jugend verbrachte. In ihren großen Romanen widmet sie sich unversperrt dem Thema Mensch und Gesellschaft, und dabei besonders dem Verhältnis zwischen Mann und Frau. Aus dem Lebensalltag der ehemaligen DDR heraus entwickelt sie visionäre Lebensträume.

Wir wollen bei unserem Stadspaziergang einige ihrer wichtigsten Lebensstationen in Chemnitz aufsuchen, u. a.: ihre Geburtsstätte, den Wohnort der Familie mit Kirche und Schule im Umfeld, das Gymnasium und die Lila Villa als Sitz der heutigen Irmtraud-Morgner-Tafelrunde.
Wir werden begleitet von Martina Wutzler, Architektin und Stadtführerin in Chemnitz, außerdem Mitglied der Irmtraud-Morgner-Tafelrunde

Abfahrt in Leipzig nach Chemnitz (Zug): 9 Uhr

max. 20 TeilnehmerInnen
12-15 € nach Selbsteinschätzung
Anmeldung und Informationen unter monaliesa_leipzig@gmx.de

MONAliesA im August

Im August macht die Ausleihe der MONAliesA Sommerpause. Wer dringend sommerlichen Lesestoff braucht, kann uns eine Mail schreiben und fragen, ob und wann wir vielleicht doch da sind. Ab 01. September haben wir dann wieder regulär geöffnet.

Gedenkstättenfahrt nach Ravensbrück im Oktober

Sa./So., 15./16. Oktober 2016:

Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen Frauen-KZ Ravensbrück (in Kooperation mit dem Bon Courage e.V.)

1939 ließ die SS im preußischen Dorf Ravensbrück das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet errichten. Bis 1945 wurde das Lager ständig erweitert. Von 1939 bis 1945 sind etwa 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche als Häftlinge registriert worden. Die nach Ravensbrück Deportierten stammten aus über 40 Nationen, unter ihnen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente.

Ende 1944 richtete die SS im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück eine provisorische Gaskammer ein. Hier ließ die SS von Ende Januar bis April 1945 ca. 5.000 bis 6.000 Häftlinge vergasen. Im April 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Ravensbrück mit den ca. 2.000 dort zurückgelassenen Kranken.

Mit einer Gruppe von ca. 25 Personen werden wir am 15./16. Oktober nach Ravensbrück fahren. Am Samstag Nachmittag wird die Gruppe während einer Führung mit der Geschichte, dem Gelände und der Funktionsweise des Konzentrationslagers Ravensbrück vertraut gemacht, um dessen Rolle als größtem Frauen-Konzentrationslager im nationalsozialistischen Lagersystem zu verstehen. Die Führung wird angeleitet von Angelika Meyer, pädagogische Mitarbeiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Im Anschluss an die Führung findet ein Nachgespräch mit Angelika Meyer statt.

Am Abend werden Reflexionsrunden in Kleingruppen angeboten. Die TeilnehmerInnen sollen die Möglichkeit erhalten, sich über die Informationen und Eindrücke auszutauschen. Zwei Teamer_innen von Bon Courage werden die Reflexionsrunde anleiten.

Am Sonntag soll im Rahmen verschiedener Workshops ein Bezug zu Gedenkpraktiken der Gegenwart hergestellt werden. Demzufolge soll hierbei der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich gegenwärtige Gedenkpraktiken geschlechtsspezifisch gestalten, wie die Darstellung des Leidens, aber auch des Widerstands der ehemaligen KZ-Insassinnen erfolgt und welche Funktionen diese Darstellungen erfüllen. Die Workshops werden angeleitet von Angelika Meyer; sie formuliert Orientierungsfragen und Hinweise, so dass eine Gruppe jeweils zwei Unterthemen bekommt. Mit den Fragen gehen die WorkshopteilnehmerInnen dann in die Ausstellung. Zum Abschluss erfolgt eine Sammlung und Diskussion der Ergebnisse. Workshops zu folgenden Themen sind geplant:

AG1= Spannungsfeld zwischen individuellem und öffentlichen Gedenken
AG2= Präsenz der Überlebenden im Diskurs der Erinnerung
AG3= Missing link:  Sichtbare Formen des Gedenkens versus „Unsichtbares“ an der Gedenkstätte Ravensbrück

Die An- und Abreise wird mit dem Zug erfolgen, über die genauen Abfahrtszeiten werden wir euch informieren!

TeilnehmerInnenbeitrag: 30,- EUR (inkl. Reise, Übernachtung, Essen)
Anmeldung unter monaliesa_leipzig@gmx.de

Frühjahr/Sommer 2016

Mai 2016

Do., 19.05.2016, 19:00 Uhr: Ein Wurm mit Adlerflügeln, in der Küche Talg hackend. – Lesung mit dem AK Unbehagen

Juni 2016

Fr., 03.06.2016, 18:00 Uhr: Insa Eschebach: Die Frauen von Ravensbrück. Geschlechterbilder im Ravensbrück-Gedächtnis. Vortrag

Fr., 17.06.2016, 19:00 Uhr: Anita Kienesberger: „Fucking Poor. Was hat „Sexarbeit“ mit Arbeit zu tun. Eine Begriffstverschiebung und die Auswirkungen auf den Prostitutionsdiskurs“. Vortrag

Juli 2016

Mi., 06.07.2016, 19:00 Uhr: Ohne Papiere – trotzdem versorgt?? Medinetz Leipzig stellt sich vor.

Ausführliche Informationen gibt´s unter aktuelle Veranstaltungen

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Unser Programm zur Buchmesse 2016

Do., 17. März um 17:00 Uhr: Lesung mit der „outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik“, Texten aus den letzten fünf Ausgaben

Fr., 18. März um 19:30 Uhr: Antje Rávic Strubel liest „Mädchen in Betriebnahme“ aus dem Band „Ein Haus mit vielen Zimmern“ (Verlag edition fünf)

Sa., 19. März um 16:00 Uhr: Charlie Kaufhold liest aus „In guter Gesellschaft. Geschlecht, Schuld und Abwehr in der Berichterstattung über Beate Zschäpe“ (edition assemblage)

Sa., 19. März um 19:00 Uhr: Gertraud Klemm liest aus „Muttergehäuse“ (Kremayr und Scheriau)

So, 20. März um 12:00 Uhr: Lesung aus Sammelband „O Mother, Where Art thou?“ über (queer-)feministische Perspektiven auf Mutterschaft und Mütterlichkeit + Brunch

Ausführliche Informationen gibt´s unter aktuelle Veranstaltungen

Web Opac endlich online

Was lange währt, wird nun endlich gut: Nach einem Jahr tüfteln geht der MONAliesA Web Opac (Online Katalog) nun online. Damit könnt ihr und können Sie auch aus der Ferne den Bestand der MONAliesA durchstöbern.

Erreichbar ist der Katalog über den Link in der Menüleiste.

Viel Spaß beim Suchen und neue Bücherschätze entdecken!