Für mehr Anarchismus im Feminismus

Do., 16.08., 19 Uhr: Antje Schrupp: Für mehr Anarchismus im Feminismus

Feminismus ist seit einiger Zeit wieder ein viel diskutiertes Thema, es gibt neue Akteur*innen, Positionen und Theorien. Dabei stellt sich auch die Frage nach dem Verhältnis der Frauenbewegung zu anderen sozialen und herrschaftskritischen Bewegungen. Während das Verhältnis von Feminismus und Marxismus vielfältig diskutiert und analysiert wurde, gibt es nur wenig Nachdenken über das Verhältnis von Feminismus und Anarchismus. Das liegt auch daran, dass die Frauenbewegung in Deutschland vor allem dafür kämpft, dass Verbesserungen für Frauen durch staatliche Initiativen – Gesetze und Förderprogramme – erreicht werden. Allerdings kommt diese Strategie heute mehr denn je an ihre Grenzen. Ein Blick zurück auf die Geschichte des anarchistischen Feminismus ist daher nicht nur von historischem Interesse, sondern gibt Impulse für heutigen Aktivismus.

Einlass: 18.30 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr
Reservierung von Plätzen leider nicht möglich!
Eintritt: 2-10 Euro

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Film über uns!

Isabell Ratzke hat für ihre Abschlussprüfung im Bereich Mediengestaltung Bild/Ton einen Film über die MONAliesA gedreht, den wir euch nicht vorenthalten wollen.

Buchpatenschaft gesucht

Liebe Nutzer*innen und friends,

wir von der Feministischen Bibliothek MONAliesA möchten für euch stets die in unseren Augen wichtigsten und spannendsten Neuerscheinungen bereithalten, euren Anschaffungswünschen nachkommen und zugleich die Lücken in unserem Bestand schließen.

Leider sind unseren Buchanschaffungen finanzielle Grenzen gesetzt. Deshalb bitten wir euch um euren Support!

Wie der aussehen kann? Ganz einfach: Kauft Bücher und gebt sie an uns weiter!

Wir werden zu diesem Zweck bei den beiden Buchläden unseres Vertrauens – drift in Plagwitz & el libro in Connewitz – Buchwunschlisten hinterlegen und Bücher markieren, die in der MONAliesA fehlen. Wenn ihr eines davon nicht in euer eigenes Buchregal stellen und verstauben lassen wollt, sagt beim Kauf Bescheid und bringt es nach dem Lesen wieder im Buchladen oder direkt bei uns vorbei. Wenn euch der Weg zu beschwerlich erscheint, holen wir das Buch auch bei euch ab. Wenn euer Lesestapel schon zu hoch ist, könnt ihr es auch direkt im Laden lassen und einfach später bei uns ausleihen.

Im el libro hängt die Liste bereits. In der drift findet ihr sie ab Mitte nächster Woche….

Support your local feminists!

Feminist Reading Circle IN ENGLISH!

(in Leipzig West)

What started as a MONALiesA/ADI collaboration continues as a self-organized feminist group. We are eager, curious, open and willing to meet on weekly basis to discuss, discover, and/or develop a contemporary feminist knowledge standpoint.

Over the summer we will be reading Gender Trouble. Feminism and the Subversion of Identity, by Judith Butler. Butler will be our companion while trying to make the most out of summer: at the lake, at the park, while travelling, or waiting for our next train!

If this sounds like a perfect way to enjoy your summer and at the same time practice your English, learn about feminism, and meet new people – join us!

Meetings will be held weekly from July 11th to September 26th.

There is no problem if you are not able to join every meeting.
The book can be facilitated upon request.
Open to all genders.
Contact:
feministreadingcircle@gmail.com

 

 

Digitalisierungsprojekt

In unserer Bibliothek lagert ein Archiv an Grauer Literatur mit Dokumenten zu frauenbewegten und feministischen Themen der letzten 70 Jahre. Der Bestand beläuft sich auf ca. 20 Regalmeter und wurde im Rahmen eines bundesfinanzierten Projekts 2016/17 elektronisch erschlossen. Die Titel sind nun in unserem Onlinekatalog und im META-Katalog (Datenbank von mehr als 30 Lesben-/Frauenarchiven und -bibliothken) recherchierbar. Außerdem verfügen wir über ein Zeitschriftenarchiv mit Heften aus der Lesben/Frauenbewegung.

Diese Dokumente sind mitunter Einzelstücke (z.B. handschriftliche Protokolle der Fraueninitiative Leipzig) oder auch vergriffen (z.B. Zaunreiterin), folglich nur in unserem Archiv einsehbar. Diesen Zustand wollen wir ändern. Durch eine gezielte, rechtlich abgesicherte Veröffentlichung einschlägiger, seltener und für die Forschung bedeutender Originalquellen aus der Frauenbewegung während der Wiedervereinigung wollen wir eine Lücke in der Geschichtsschreibung über soziale Bewegungen schließen und die Aktivitäten einzelner Frauen wie auch diverser Lesben- und Fraueneinrich-tungen sichtbar machen, erinnern und anerkennen.

Archiv-Foto

Dank einer einjährigen Projektförderung durch die Landesdirektion Sachsen konnten wir dieses Jahr damit starten. Zurzeit bereitet unsere Genossin Sabrina Weidner Archivalien für die Digitalisierung und teilweisen Veröffentlichung vor. Digitalisiert werden zum Beispiel auch die Zeitschriften „Zaunreiterin“ aus Leipzig, „frau anders“ aus Jena, „Ypsilon“ aus Berlin sowie die „Frauenblätter“ der Fraueninitiative Leipzig, die um 1989/90 entstanden und bis in die 1990er hinein erschienen sind. Stay tuned!