Akin, Assange und Co

In dieser Woche sorgten die Äußerungen des US-Republikaners Akin über „richtige Vergewaltigungen“ für einen Sturm der Entrüstung. Todd Akin hatte in einem Interview gesagt, dass Schwangerschaften nach Vergewaltigungen „eher selten“ seien, weil sich der Körper einer Frau nach einer „wirklichen Vergewaltigung“ gegen eine Schwangerschaft wehre.

Dies ist nur ein (!) Beispiel für Vergewaltigungsmythen, die in unserer Gesellschaft noch immer weit verbreitet sind. MONAliesA hat diesem Thema im April eine ganze Veranstaltungsreihe gewidmet mit dem provokanten, aber doch vielsagendem Titel: „Für die Frau war es eine Vergewaltigung, für mich nicht.“ Es ist weitherin unser Anliegen das Thema sexualisierte Gewalt in der Öffentlichkeit präsent zu halten und unter einer feministisch-kritischen Perspektive zu diskutieren.

Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle auf den aktuellen Blogeintrag der britischen Feministin Laurie Penny (→ Fleischmarkt) verweisen. Darin schreibt sie sehr eindrücklich über ihre eigene Vergewaltigung und kritisiert die Assange-AnhängerInnen, die Meinungsfreiheit gegen Frauenrechte aufwiegen wollen. Pennys Fazit: „Es ist nicht nur möglich, beides zu verteidigen: Frauenrechte und Meinungsfreiheit. Es ist moralisch unvertretbar, das eine ohne das andere zu tun.“

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