Auszeichnung für Lepa Mlađenović

Der  Anne-Klein-Frauenpreis der grünnahen Heinrich-Böll-Stiftung geht 2013  an Lepa Mlađenović.

Lepa Mlađenović engagiert sich  zeitlebebens gegen Gewalt, Militarismus und Homophobie, für Freiheit, Menschenrechte und sexuelle Selbstbestimmung. Seit mehr als 20 Jahren arbeitete sie im Autonomen Frauenzentrum in Belgrad, das auch in den Kriegsjahren ein Zufluchtsort für Frauen bildete. Nach Kriegsende organisierte sie Workshops und Veranstaltungen, auf denen sich Frauen aus dem früheren Jugoslawien trafen und sich über ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt austauschten.

Lepa Mlađenović setzt sich auch international für Frauenrechte ein. So unterstützt sie indigene Frauen in Guatemala in ihrem Einsatz alternative Foren zu etablieren, wo Frauen, die während des Krieges vergewaltigt sind, ihr Recht auf Wiedergutmachung einklagen können.

In der Begründung der Jury heißt es weiterhin: „Lepa Mladjenovic begibt sich immer wieder in große Gefahr. Es braucht Furchtlosigkeit, sich in Serbien für die Rechte homosexueller Menschen einzusetzen.  Massive Diskriminierungen und Anfeindungen durch weite Teile der Bevölkerung und den Staat gehören dort zu den Alltagserfahrungen homosexueller Menschen.“

Der Anne-Klein-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung wird am 1. März 2013 in Berlin überreicht. Er ist mit 10.000 € dotiert.

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