Traumfrau

„Wohin die Liebe führt…“ So abgedroschen dieser Satz auch klingen mag, in ihm steckt immer noch ganz viel Wahrheit. Ein Beleg dafür ist der Kurzfilm von Oliver Schwarz „Traumfrau“. In dieser sehr behutsam inszenierten Dokumentation porträtiert er Dirk und seine Freundin Jenny.

Jenny ist  – nach den westlichen Schönheitsidealen zu urteilen – in der Tat eine Traumfrau. Jedoch ist das Besondere an ihr nicht ihr optisches Erscheinungsbild. Jenny ist aus Silikon. Eigentlich völlig leblos. Doch wenn Dirk von dieser Beziehung zu berichten beginnt, dann sind plötzlich von beiden Seiten Emotionen im Spiel.

Das Geschäft mit den maßgeschneiderten Silikonpuppen boomt. Es sind vor allem Männer aus der Bildungsschicht, meist sogar mit Familie, die sich eine Frau aus Silikon kaufen. Was sagt das Phänomen über unsere Gesellschaft, über Schönheitsideale? Ist dieser Markt nicht ein Beleg dafür, das die Frau bzw. der weibliche Körper vollends zu einem Konsumprodukt geworden ist? Oder wirft dieser Film nicht ein grelles Schlagschlicht auf das heutige Geschlechterverhätlnis?

An den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur wurde das einfühlsame Werk mit dem Preis für den besten Schweizer Schulfilm ausgezeichnet. Ausserdem wurde er an den Solothurner Filmtagen gezeigt und in den Kurzfilmwettbewerb «Berlinale Shorts» aufgenommen. Kinostart in der Schweiz ist der 05.04.2013.

http://vimeo.com/54851408

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