Protest gegen frauenfeindliche Ausstellung!

Vergangenen Freitag (12.10.) wurde mit viel Blitzlichtgewitter (Ja,sie waren da: „dear Mel Ramos“ und „lieber Wolfgang Joop“ wurden unterwürfig begrüßt) die neue Ausstellung des Leipziger Museums für bildende Künste (MdbK) eröffnet. Sie trägt den vielsagenden Titel „Die Schöne und das Biest“. Diese Schau darf wohl mit recht als widerlicher Tiefpunkt bezeichnet werden: Der Nazi-Ästhet Richard Müller soll behutsam rehabiliert werden (jemand der angeblich „schon 1935“ in Ungnade fiel, wäre 1944 wohl kaum auf Hitlers „Gottbegnadetenliste“ gelandet – aber davon erfährt das Publikum nichts); der Pop-Art-Sexist Mel Ramos („es beschweren sich doch immer nur hässliche Feministinnen über meine Kunst“) wird noch mal richtig geil abgefeiert. Warum Wolfgang Joops Affenbilder dabei sind? Die Kuratoren meinten, dass sie „einfach mal Lust darauf“ hatten… Zur offiziellen Eröffnung wurde das natürlich ein bisschen verschwurbelter rübergebracht.

Es ist schlichtweg ekelhaft: Die Frauen dieser Schau werden gnadenlos objektiviert, ja – bestialisiert! Sie erscheinen als Verführerinnen, deren starke Sexualität als Bedrohung empfunden wird und daher gebändigt werden muss. Dressur mit Tiger und Weib; auch Penetrationsfantasien… Das alles mal wieder unter dem Deckmantel der Kunst. „Von Sexisten für Sexisten“, murmelte es an der Gaderobe.

Wir protestieren aufsSchärfste gegen diese frauenverachtende und gewaltverherrlichende Ausstellung und fordern ihre sofortige Schließung!

Mit den Worten der Guerillia Girls muss wieder einmal gefragt werden:

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