Gedenkstättenfahrt nach Ravensbrück im Oktober

Sa./So., 15./16. Oktober 2016:

Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen Frauen-KZ Ravensbrück (in Kooperation mit dem Bon Courage e.V.)

// Leider ausgebucht! Es gibt eine Warteliste. //

1939 ließ die SS im preußischen Dorf Ravensbrück das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet errichten. Bis 1945 wurde das Lager ständig erweitert. Von 1939 bis 1945 sind etwa 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche als Häftlinge registriert worden. Die nach Ravensbrück Deportierten stammten aus über 40 Nationen, unter ihnen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente.

Ende 1944 richtete die SS im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück eine provisorische Gaskammer ein. Hier ließ die SS von Ende Januar bis April 1945 ca. 5.000 bis 6.000 Häftlinge vergasen. Im April 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Ravensbrück mit den ca. 2.000 dort zurückgelassenen Kranken.

Mit einer Gruppe von ca. 25 Personen werden wir am 15./16. Oktober nach Ravensbrück fahren. Am Samstag Nachmittag wird die Gruppe während einer Führung mit der Geschichte, dem Gelände und der Funktionsweise des Konzentrationslagers Ravensbrück vertraut gemacht, um dessen Rolle als größtem Frauen-Konzentrationslager im nationalsozialistischen Lagersystem zu verstehen. Die Führung wird angeleitet von Angelika Meyer, pädagogische Mitarbeiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Im Anschluss an die Führung findet ein Nachgespräch mit Angelika Meyer statt.

Am Abend werden Reflexionsrunden in Kleingruppen angeboten. Die TeilnehmerInnen sollen die Möglichkeit erhalten, sich über die Informationen und Eindrücke auszutauschen. Zwei Teamer_innen von Bon Courage werden die Reflexionsrunde anleiten.

Am Sonntag soll im Rahmen verschiedener Workshops ein Bezug zu Gedenkpraktiken der Gegenwart hergestellt werden. Demzufolge soll hierbei der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich gegenwärtige Gedenkpraktiken geschlechtsspezifisch gestalten, wie die Darstellung des Leidens, aber auch des Widerstands der ehemaligen KZ-Insassinnen erfolgt und welche Funktionen diese Darstellungen erfüllen. Die Workshops werden angeleitet von Angelika Meyer; sie formuliert Orientierungsfragen und Hinweise, so dass eine Gruppe jeweils zwei Unterthemen bekommt. Mit den Fragen gehen die WorkshopteilnehmerInnen dann in die Ausstellung. Zum Abschluss erfolgt eine Sammlung und Diskussion der Ergebnisse. Workshops zu folgenden Themen sind geplant:

AG1= Spannungsfeld zwischen individuellem und öffentlichen Gedenken
AG2= Präsenz der Überlebenden im Diskurs der Erinnerung
AG3= Missing link:  Sichtbare Formen des Gedenkens versus „Unsichtbares“ an der Gedenkstätte Ravensbrück

Die An- und Abreise wird mit dem Zug erfolgen, über die genauen Abfahrtszeiten werden wir euch informieren!

TeilnehmerInnenbeitrag: 30,- EUR (inkl. Reise, Übernachtung, Essen)
Anmeldung unter monaliesa_leipzig@gmx.de

 

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