Jüdische Woche 2017

Mo., 19.06., 19 Uhr: „Was die Männer eingerissen haben, haben die Frauen aufgebaut.“ Bettina Brenner und die bürgerlich-jüdische Frauenbewegung in Leipzig

Vortrag von Jeanette Rapp.
Das soziale und frauenbewegte Engagement Bettina Brenners und der mit ihr verbündeten Frauen in der Leipziger Jüdischen Gemeinde während der Jahre der Weimarer Republik

Der Vortrag widmet sich dem Wirken Bettina Brenners, der exponiertesten Vertreterin der bürgerlich-jüdischen Frauenbewegung in Leipzig. In der Nachfolge Bertha Pappenheims stand sie von 1924 bis 1933 an der Spitze des Jüdischen Frauenbundes in Deutschland.

Konsequent setzte sie sich im Bündnis mit anderen herausragenden Frauenpersönlichkeiten für die Aufwertung der Rolle der Frau durch soziale Verantwortungsübernahme ein und leistete einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der Rechte von Frauen in der jüdischen Gemeinde und deren Vertretungskörperschaften.
Im Gegensatz zur männlich dominierten Gemeindevertretung deren Zusammenarbeit aufgrund divergierender Interessenlagen hochgradig konflikthaft verlief, stellten sich die unterschiedlich politisch und religiös orientierten Frauengruppen koordiniert den wachsenden Probleme der Benachteiligung und Bedürftigkeit von Frauen, Kindern und Jugendlichen in der Messestadt.

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