Do., 14.09., Huschke Mau: radikale Prostitutionskritik

Do., 14. September, 19 Uhr: „Ich habe die Schnauze voll von euch!“ – Radikale Prostitutionskritik in postmodernen Zeiten. Referentin: Huschke Mau

„Ich habe die Schnauze voll von euch!“ – So beginnt eine öffentliche Anklage von Huschke Mau an die ProstitutionsbefürworterInnen, die das Meinungsbild in den Gender Studies über die Linkspartei bis hin zu Beratungsstellen für Prostituierte mittlerweile zu dominieren scheinen. In deren Augen ist Prostitution eine Care-Arbeit – eine Dienstleistung, wie jede andere – und schlussendlich „eine tolle Alternative zu Armut“.

Die Referentin Huschke Mau hat den Prostitutionsalltag zehn Jahre lang durchlebt und weiß von der Ohnmacht, der patriarchalen Gewalt, der Abhängigkeit und den Traumatisierungen in diesem „Business“ zu berichten. Sie entlarvt Prostitution als zutiefst patriarchales und gewaltvolles Verhältnis und fordert ein Gesetz, das die Freier bestraft und nicht die Prostituierten. Aber zwingt man Prostituierte nicht noch stärker in den Untergrund, sobald man die Freier illegalisiert? Sind die zahlreichen positiven Erlebnisberichte von Sexarbeiterinnen, die in den Medien kursieren, tatsächlich nur Schönfärberei? Gleicht die pauschale Darstellung von Prostituierten als Opfer nicht deren Entmündigung? Zu diesen und Euren, sicherlich zahlreichen Fragen wird Huschke Mau in der Veranstaltung Stellung beziehen.

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