Digitalisierungsprojekt

In unserer Bibliothek lagert ein Archiv an Grauer Literatur mit Dokumenten zu frauenbewegten und feministischen Themen der letzten 70 Jahre. Der Bestand beläuft sich auf ca. 20 Regalmeter und wurde im Rahmen eines bundesfinanzierten Projekts 2016/17 elektronisch erschlossen. Die Titel sind nun in unserem Onlinekatalog und im META-Katalog (Datenbank von mehr als 30 Lesben-/Frauenarchiven und -bibliothken) recherchierbar. Außerdem verfügen wir über ein Zeitschriftenarchiv mit Heften aus der Lesben/Frauenbewegung.

Diese Dokumente sind mitunter Einzelstücke (z.B. handschriftliche Protokolle der Fraueninitiative Leipzig) oder auch vergriffen (z.B. Zaunreiterin), folglich nur in unserem Archiv einsehbar. Diesen Zustand wollen wir ändern. Durch eine gezielte, rechtlich abgesicherte Veröffentlichung einschlägiger, seltener und für die Forschung bedeutender Originalquellen aus der Frauenbewegung während der Wiedervereinigung wollen wir eine Lücke in der Geschichtsschreibung über soziale Bewegungen schließen und die Aktivitäten einzelner Frauen wie auch diverser Lesben- und Fraueneinrich-tungen sichtbar machen, erinnern und anerkennen.

Archiv-Foto

Dank einer einjährigen Projektförderung durch die Landesdirektion Sachsen konnten wir dieses Jahr damit starten. Zurzeit bereitet unsere Genossin Sabrina Weidner Archivalien für die Digitalisierung und teilweisen Veröffentlichung vor. Digitalisiert werden zum Beispiel auch die Zeitschriften „Zaunreiterin“ aus Leipzig, „frau anders“ aus Jena, „Ypsilon“ aus Berlin sowie die „Frauenblätter“ der Fraueninitiative Leipzig, die um 1989/90 entstanden und bis in die 1990er hinein erschienen sind. Stay tuned!

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