Archiv der Kategorie: Termine

Schließzeit Mittwoch 19.12. und Weihnachtsferien

Da wir morgen alle zur „Weg mit $219a“-Kundgebung um 16 Uhr gehen wollen (Richard Wagner Platz), schließen wir die Bibliothek schon um 15:45 Uhr. Kommt alle mit!
Vom 21.12. bis 02.01.2019 ist die Bibliothek geschlossen. Schöne Ferien!

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Melusine starrt – eine Hommage an Irmtraud Morgner

Carolin und Sasa vom Leseklub der MONAliesA bei Radio Corax:

Irmtraud Morgner ist eine heute kaum noch bekannte Schriftstellerin, die mit den Mitteln des Phantastischen einen feministischen Blick auf die Wirklichkeiten der DDR warf. Die Leipziger Autorin Carolin Krahl verleitete die Lektüre von Irmtraud Morgners Texten zu einer hörbaren Hommage an die Schriftstellerin.

Für ihr Live-Hörstück „Melusine starrt“ nimmt Krahl die Figur der Melusine auf, die aus Morgners Roman „Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura“ (1974) stammt.

Carolin Krahl ist Autorin und Teil des Leseklubs der MONAliesA Leipzig, in dem das Buch derzeit gemeinsam gelesen wird und unter dessen Mitwirkung „Melusine starrt“ entstanden ist.

 

11.01.2019, 19 Uhr: Lesung aus der „PS: Anmerkungen zum Literaturbetrieb / Politisch Schreiben“ #4

Was bedeutet Alter für Fragen gesellschaftlicher Diskriminierung? Welchen Platz weist einem das eigene Geburtsjahr im Literaturbetrieb zu? Wer hat die Zeit auf seiner Seite und warum? Was heißt es für eine Schriftsteller*in, das alter (lat.), also das andere zu sein? Welche Möglichkeiten gibt es, feministische Geschichtsschreibung in die Literatur zu tragen?

Aus der #4 von PS: Anmerkungen zum Literaturbetrieb / Politisch Schreiben werden Essays zum Thema „alter“ gelesen und in offener Runde diskutiert. PS versteht sich als literarische Plattform, die in aktuelle Debatten des Literaturbetriebes eingreift und Strukturen sichtbar macht. Die jährlich erscheinende Zeitschrift vereint neben Essays und Interviews literarische Texte aller Disziplinen, in print und digital.

Es lesen: El Awadalla (Wien) und kaśka bryla (Leipzig, PS).
Moderation: Carolin Krahl (Leipzig, PS)

So., 09.12., 16 Uhr: Arbeitskämpfe von Hausangestellten gestern und heute

Vortrag von Kimey Pflücke

Hausarbeit ist meist ein feministisches Thema gewesen, indem es als unbezahlte Hausarbeit, als geschlechtliche Arbeitsteilung und Teil der Doppelbelastung behandelt wurde. Dabei waren um 1900 selbst in vielen Industrieländern – und sind es vielerorts immer noch – entlohnte Hausangestellte die größte Kategorie an Arbeiterinnen überhaupt. Arbeitskämpfe von Hausangestellten – seien es andalusische Arbeiterinnen in anarchistischen Gewerkschaften Anfang der 1930er Jahre angesichts des Franquismus, afroamerikanische Angestellte in den 1960/70er Jahren im Zuge der sog. Civil Rights-Bewegung, oder migrantische Arbeiterinnen im Respect-Netzwerk in Berlin – sind darum weitgehend unbekannt. Thema des Vortrags werden verschiedene Kämpfe sein, wobei die Autorin aus ihrer Arbeit zu Uruguay und Spanien vorlesen und Schlaglichter in die Probleme bezahlter Hausarbeit heute werfen wird.

Kimey Pflücke ist Redakteurin der outside the box und hat ihre Dissertation zum Wandel bezahlter Hausarbeit geschrieben.

Einlass: 15.30 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 16 Uhr
Eintritt: Spendenempfehlung 2-10 Euro

MONAliesA trifft…

Wir laden Montag, den 12.11. um 19 Uhr zur Veranstaltungsreihe „MONAliesa trifft“ ein. Diesmal berichten Protagonistinnen der oppositionellen Frauenbewegung der Umbruchsphase 1989/90 von ihren Aktionen und Visionen.
Susanne Scharff, Jeany Hoffmann und Dietlind Starke schildern uns ihre Erfahrungen zu den frauenpolitischen Möglichkeiten dieser Zeit, aber auch zur Situation von Frauen in der DDR. Dietlind Starke wird uns berichten, wie sich für sie die Zusammenarbeit zwischen der Frauenbewegung und der Kirche darstellte. Susanne Scharff als Gründerin der Frauenbibliothek MONAliesA und Jeany Hoffmann als Initiatorin der Zeitschrift der Fraueninitiative Leipzig, haben Frauenräume geschaffen, in denen sich während der Umbruchsphase Frauen organisieren und ihre Forderungen kommunizieren konnten. Wie wichtig war die Konstituierung solcher Orte, um eine Frauenbewegung zu initiieren? Oder gab es vielleicht frauenbewegte, kommunale Strukturen in der DDR, auf die zurückgegriffen werden konnten? Welche Rolle spielten Frauen und Frauengruppen für den Umbruch 1989/90 in Leipzig? Wie ist es um die Gleichberechtigung von Männern und Frauen heute im Vergleich zur DDR bestellt? – Diese und andere Fragen wollen wir mit unseren geladenen Gästen und Euch diskutieren.

Koschka Linkerhand liest aus >>Die Irrfahrten der Anne Bonnie<<

Donnerstag, 01. November, 19 Uhr: Die Irrfahrten der Anne Bonnie

Irland, 1704: Nach einem Skandalprozess um seine Affäre mit einer Dienstmagd und sein uneheliches Kind kehrt der Anwalt William Cormac seiner Heimat den Rücken und wird Baumwollfarmer in der Neuen Welt. Seine Tochter Anne wächst auf den Plantagen Carolinas in großer Freiheit, jedoch ohne viel menschliche Gesellschaft auf.
Ihr Leben bleibt gezeichnet von Aufbrüchen: Mit siebzehn heiratet sie den Säufer James Bonnie und zieht mit ihm in die Karibik. In den Hafenschänken, die sie als Mann verkleidet aufsucht, trifft sie den Seeräuber Calico Jack und geht als Pirat zur See. Inmitten der Piratenmeute macht Anne zum ersten Mal die Erfahrung eines fest gefügten Gemeinschaftslebens. Davon berauscht, wird sie ein tüchtiger Räuber und Mörder. Nach einem Überfall auf ein Kaufmannsschiff kommt Mary Reed an Bord, eine zweite verkleidete Frau, und Anne verliebt sich in sie. Die beiden beginnen eine heimliche Beziehung. Anne glaubt, endlich ihren Platz in der Welt gefunden zu haben. Doch ihre abenteuerliche Suche nach einem „neuen Ort, wo die Dinge sich noch einmal anders verhalten“, lässt sie nicht zur Ruhe kommen.

Einlass: 18.30 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr
Reservierung von Sitzplätzen nicht möglich!
Eintritt: Spendenempfehlung 2-10 Euro