Aktuelle Veranstaltungen

seit Mai

Do., 11. Mai (dann immer zweiwöchentlich) 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA

August-Dezember

bis 31.12.: „Das Haus des Teilens“ – Ausstellung über „Trostfrauen“ (Sexsklavinnen im Japankrieg) im Asien-Pazifik

September

Mi., 27. September, 18 Uhr: Abschlussveranstaltung nach einem Jahr DDF-Arbeit in der MONAliesA

Fr., 29. September, 18.30 Uhr: Vortrag von Dr. Claudia Schoppmann: „Zwischen strafrechtlicher Verfolgung und gesellschaftlicher Ächtung: Lesbische Frauen im Dritten Reich“

Oktober

Mi., 04. Oktober, 19 Uhr: Antiqueert?! Über Widersprüche im Queerfeminismus, die sich nicht wegglitzern lassen, Referentinnen: Koschka Linkerhand, Sabrina Zachanassian

Fr., 20. Oktober, 19.30 Uhr: Mareice Kaiser liest aus: „Alles inklusive – Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter“

Fr., 20.10. – So., 22.10.: Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen Frauen-KZ Ravensbrück

So, 22. Oktober, 15 Uhr: Lesbisch Lesen in der MONAliesA

Ausführliche Beschreibung

Mai

Do., 11. und Do., 25. Mai 2017, 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA

Der neu zu gründende Leseklub in der MONAliesA lädt ein, sich mit der Literatur von Frauen aus der DDR und Osteuropa zu beschäftigen.

Wir wollen uns donnerstags (2-wöchentlich) von 19:00 bis 20:30 Uhr in der Bibliothek MONAliesA im Haus der Demokratie
in einer offenen Runde unseren Fragen zu Feminismus, Geschichte, Politik und Literatur – zunächst – in den Werken der Autorinnen Joanna Bator, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Gisela Steineckert widmen. Jede*r sei herzlich ermuntert, in den Leseklub einzutreten und an der Gestaltung der Sitzungen mitzuwirken, etwa die Moderation für Sitzungen mit spezifischen Themenkomplexen zu übernehmen, kleinere Vorträge zu eigenen Fragestellungen einzubringen, sich über die Autorin und ggf. Übersetzerin zu informieren und vieles ähnliches mehr.

Am Donnerstag, den 02. Februar 2017 um 19 Uhr soll eine erste konstituierende Sitzung stattfinden, in der wir interessierte Lesefüchs*innen einander kennenlernen und den „Fahrplan“ besprechen können. Die darauffolgenden beiden inhaltlichen Sitzungen richten sich an Interessierte, die den Roman Sandberg der polnischen Autorin Joanna Bator gelesen haben. Wir wollen uns damit der Thematik des „Ostens“ und der jüngeren Geschichte des ehemaligen „Ostblocks“ annähern. Dabei verfolgen wir den „weiblichen Blick“ auf Alltag und Politik in Polen.

Für die weiteren Sitzungen sind zur Zeit die Lektüre (die Seitenzahl machen wir untereinander aus) zu Hause und die Besprechung im Leseklub zu folgenden Werken geplant:

– Franziska Linkerhand (1974) von Brigitte Reimann
– Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach den Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura (1974) von Irmtraud Morgner
– Lyrik (verschiedenes) von Gisela Steineckert

Oberstes Ziel des Leseklubs ist, Freude am Lesen zu fördern und uns mit anderen über unsere Leseerfahrungen auszutauschen!

Außer der für einen Leseklub nicht überraschenden Lesebereitschaft und der Neugier und Offenheit gegenüber oben genannten Themen sind daher keine Voraussetzungen nötig. Allerdings möchten wir eine schöne Atmosphäre kreieren, in der keine*r Angst haben muss, etwas zu sagen oder zu fragen. Wir bitten also darum, eine Portion Geduld und Empathie mitzubringen.

Bis dahin freut sich auf euch:
Der Leseklub in der MONAliesA!

Kontakt via Email: der_hessische_landbote at yahoo.de

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August

bis 31.12.: „Das Haus des Teilens“ – Ausstellung über „Trostfrauen“ im Asien-Pazifik

Die feministische Bibliothek MONAliesA zeigt in Zusammenarbeit mit dem japanologischen Institut der Universität Leipzig eine Foto-Ausstellung zur Problematik der „Trostfrauen“ mit den besonderen und aufschlussreichen Bildern von Tsukasa Yajima.

Der Begriff „Trostfrau“ ist eine der unterschiedlichen Bezeichnungen für die bis zu 200.000 ehemaligen Zwangsprostituierten, die vom japanischen Militär im Asien-Pazifik-Krieg (1937-1945) verschleppt und ausgebeutet wurden. Es handelte sich hauptsächlich um Frauen der japanischen Nachbarländer, in die Japan im Laufe des Kriegs vorgedrungen war.

Seitdem die erste „Trostfrau“, die südkoreanische Kim Hak-Sun, im Jahre 1991 mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit ging, versuchen die anderen ehemaligen Zwangsprostituierten, eine Entschuldigung und Entschädigung von der japanischen Regierung zu erlangen. Ihre Anforderungen, die sie inzwischen in mehr als 1.000 abgehaltenen Protesten in Seoul durchzusetzen versuchten, hatten jedoch bisher wenig Erfolg.

Die Frauen brauchen eine breitere Basis an Unterstützung und ihre Angelegenheit mehr Aufmerksamkeit, damit eine ordentliche Veränderung herbeigeführt werden kann. Zu diesem Zweck ist die Arbeit des japanischen Fotografen Tsukasa Yajima wichtig. Er zeigt uns einen besonderen Einblick in das Leben der Frauen im sogenannten „Haus des Teilens“, den er während seines dortigen Aufenthalts (2003 – 2006) erhielt.

Die Ausstellung ist bis Ende Dezember während der Öffnungszeiten der MONAliesA zugänglich.

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September

Mi, 27. September, 18 Uhr: Abschlussveranstaltung nach einem Jahr DDF-Arbeit in der MONAliesA

Nach einem Jahr Arbeit für das Digitale Deutsche Frauenarchiv möchten wir mit euch feiern und unsere Ergebnisse präsentieren. Mit Kurzvorträgen zur »Fraueninitiative Leipzig« und der Leipziger Frauen- und Lesbenzeitschrift »Zaunreiterin«.

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Fr., 29. September, 18.30 Uhr: Vortrag von Dr. Claudia Schoppmann: „Zwischen strafrechtlicher Verfolgung und gesellschaftlicher Ächtung: Lesbische Frauen im Dritten Reich“

Im Vortrag von Claudia Schoppmann geht es anhand biografischer Beispiele um die Lebenssituationen lesbischer Frauen im Nationalsozialismus. Ebenso wie homosexuelle Männer erfuhren lesbische Frauen nach 1933 die Zerstörung ihrer Treffpunkte, Lokale und Zeitschriften. Sexuelle Handlungen zwischen Frauen standen jedoch nicht per se unter Strafe, im Gegensatz zu solchen zwischen Männern (§175 RStGB). Dieses geschlechtsspezifische Vorgehen der Nationalsozialisten ist vor allem auf die unterschiedliche Beurteilung von weiblicher und männlicher Sexualität und auf die Geschlechterhierarchie im „Dritten Reich“ zurückzuführen. Aufgrund der vielfältigen Kontrollmechanismen gegenüber Frauen konnte auf eine systematische Anwendung des Strafrechts als Mittel zur Abschreckung und Einschüchterung offenbar verzichtet werden. Dies schützte jedoch nicht vor Denunziationen. Auch weibliche Homosexualität wurde gesellschaftlich geächtet und entsprach nicht den moralischen Normen. Allein der Verdacht gegen Frauen oder ihre Benennung in anderen Verfahren reichte für polizeiliche Ermittlungen, Verhöre oder andere Maßnahmen. Wenn einzelne Frauen ins Visier des Regimes gerieten, mussten auch sie mit Repressionen rechnen – mit unterschiedlichen Konsequenzen.

Dr. Claudia Schoppmann ist Historikerin, Autorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin

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Oktober

Mi., 04. Oktober, 19 Uhr: Antiqueert?! Über Widersprüche im Queerfeminismus, die sich nicht wegglitzern lassen, Referentinnen: Koschka Linkerhand, Sabrina Zachanassian

Feministin sein heißt heutzutage fast automatisch: Queerfeministin sein. Der Queerfeminismus, als dessen bekannteste Urheberin Judith Butler firmiert, dominiert seit etwa zwanzig Jahren die kultur- und geisteswissenschaftliche akademische Debatte weit über das Thema Geschlecht hinaus; queerfeministische Geschlechtervorstellungen reichen mittlerweile bis in die Politik der etablierten Parteien und in eine queere Pop- und Alltagskultur hinein, wie sie sich in vielen linken und LGBT-Szenen etabliert hat. Doch was genau bedeutet Queerfeminismus? Was unterscheidet ihn vom klassischen Feminismus, der von Frauen ohne Anführungszeichen und Sternchen, von biologischem versus sozialem Geschlecht und patriarchaler Gesellschaft spricht?

In unserer Veranstaltung wollen wir diskutieren, wie eine adäquate feministische Kritik der gegenwärtigen Gesellschaft aussehen könnte. Inwieweit kann Queerfeminismus über pure Identitätspolitik hinausreichen – taugt er zur Gesellschaftskritik oder ist er nicht mehr als ein Wegweiser zum neoliberalen Nischenglück? Was bedeutet es und welche politischen Konsequenzen hat es, das Geschlechterverhältnis als Ergebnis von Diskursen zu analysieren? Bereitet Dekonstruktion, das queere Wundermittel gegen Diskriminierung, tatsächlich den Weg zu einer freieren Gesellschaft, in der alle „ohne Angst verschieden sein können“ (Adorno)? In welchem Verhältnis stehen queerfeministische Kategorien zu einem Feminismus, der sich auf die Zweite Frauenbewegung, auf Materialismus, Universalismus und die Kritik der politischen Ökonomie beruft – und trotzdem das Wünschen noch nicht verlernt hat?

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Fr., 20. Oktober, 19.30 Uhr: Mareice Kaiser liest aus: „Alles inklusive – Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter“

Elternwerden hatte sich Mareice Kaiser anders vorgestellt: Ihre erste Tochter kommt durch einen seltenen Chromosomenfehler mehrfach behindert zur Welt. Das Wochenbett verbringen sie im Krankenhaus, statt zur Krabbelgruppe gehen sie zum Kinderarzt. Mareice Kaiser erzählt von der Unplanbarkeit des Lebens, vom Alltag zwischen Krankenhaus und Kita, von ungewollten Rechtfertigungen, dummen Sprüchen, stereotypen Rollenverteilungen, bürokratischem Irrsinn und schwierigen Gewissensfragen. Es ist die Geschichte einer jungen Mutter, die mehr sein will als die Pflegekraft für ihre behinderte Tochter. (S. Fischer Verlag)

Mareice Kaiser, Jahrgang 1981, lebt in Berlin und im Internet. Über ihr inklusives Familienleben als Mutter von zwei Kindern – mit und ohne Behinderung – berichtet sie auf ihrem Blog Kaiserinnenreich: http://kaiserinnenreich.de/alles-inklusive/

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20.-22. Oktober: Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen Frauen-KZ Ravensbrück

Wichtiger Hinweis: Momentan sind alle Plätze vergeben. Anmeldungen für einen Wartelistenplatz sind unter monaliesa_leipzig@gmx.de  möglich

Vom 20. bis 22.10.17 fahren wir nach Fürstenberg in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, um den historischen Ort und die Geschichte des ehemals größten Frauen-KZ kennen zu lernen. Wir beschäftigen uns in Workshops mit den Formen der Auseinandersetzung und Aufarbeitung der KZ-Geschichte unter geschlechterpolitischen Vorzeichen und wollen dabei besonders auf die Sonderstellung der Verfolgung lesbischer Liebe eingehen.

Die Anmeldung ist ab sofort unter monaliesa_leipzig@gmx.de möglich. Eine gemeinsame An- und Abreise ist mit Zug vorgesehen. Für die beiden Übernachtungen inklusive Vollverpflegung am Samstag und Sonntag sowie die Fahrtkosten erheben wir einen Unkostenbeitrag von 40 Euro.

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So, 22. Oktober, 15 Uhr: Lesbisch Lesen in der MONAliesA

Wir laden ein, in entspannter Sonntagnachmittagsatmosphäre lesbsiche Klassiker zu entdecken. Egal ob Belletristik, Comics, Theorie, Ratgeber oder Biografien: Bei Kaffee und Kuchen könnt ihr die MONAliesA kennenlernen oder wiederentdecken und in Literatur zu sämtlichen Bereichen lesbischen Lebens stöbern. Eine Veranstaltung im Rahmen des LeLeTre – Leipziger Lesbentreffen / Meeting of queer Lesbians.

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