Aktuelle Veranstaltungen

Leseklub (fortlaufend)

jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA

Ausstellung

„Das Haus des Teilens“ – Ausstellung über „Trostfrauen“ (Sexsklavinnen im Japankrieg) im Asien-Pazifik

Februar

Mi, 14.02., 19 Uhr: Transsexuelle Weiblichkeit als Dreckshomo und Queerikone, Referentin: Daria Majewski

Do., 22.02., 19 Uhr: Peet Thesing „Feministische Psychiatriekritik“

März

Do., 15.03., 19 Uhr: Bettina Wilpert liest aus „nichts, was uns passiert“

Ausführliche Beschreibung

Leseklub (fortlaufend)

jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA (nächster Termin 31.01.18)

Der Leseklub in der MONAliesA lädt ein, sich mit der Literatur von Frauen aus der DDR und Osteuropa zu beschäftigen.

Wir wollen uns mittwochs (2-wöchentlich) von 19:00 bis 20:30 Uhr in einer offenen Runde unseren Fragen zu Feminismus, Geschichte, Politik und Literatur – zunächst – in den Werken der Autorinnen Joanna Bator, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Gisela Steineckert widmen. Jede*r sei herzlich ermuntert, in den Leseklub einzutreten und an der Gestaltung der Sitzungen mitzuwirken, etwa die Moderation für Sitzungen mit spezifischen Themenkomplexen zu übernehmen, kleinere Vorträge zu eigenen Fragestellungen einzubringen, sich über die Autorin und ggf. Übersetzerin zu informieren und vieles ähnliches mehr.

Oberstes Ziel des Leseklubs ist, Freude am Lesen zu fördern und uns mit anderen über unsere Leseerfahrungen auszutauschen!

Außer der für einen Leseklub nicht überraschenden Lesebereitschaft und der Neugier und Offenheit gegenüber oben genannten Themen sind daher keine Voraussetzungen nötig. Allerdings möchten wir eine schöne Atmosphäre kreieren, in der keine*r Angst haben muss, etwas zu sagen oder zu fragen. Wir bitten also darum, eine Portion Geduld und Empathie mitzubringen.

Bis dahin freut sich auf euch:
Der Leseklub in der MONAliesA!

Kontakt via Email: der_hessische_landbote at yahoo.de

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Ausstellung

„Das Haus des Teilens“ – Ausstellung über „Trostfrauen“ im Asien-Pazifik

Die feministische Bibliothek MONAliesA zeigt in Zusammenarbeit mit dem japanologischen Institut der Universität Leipzig eine Foto-Ausstellung zur Problematik der „Trostfrauen“ mit den besonderen und aufschlussreichen Bildern von Tsukasa Yajima.

Der Begriff „Trostfrau“ ist eine der unterschiedlichen Bezeichnungen für die bis zu 200.000 ehemaligen Zwangsprostituierten, die vom japanischen Militär im Asien-Pazifik-Krieg (1937-1945) verschleppt und ausgebeutet wurden. Es handelte sich hauptsächlich um Frauen der japanischen Nachbarländer, in die Japan im Laufe des Kriegs vorgedrungen war.

Seitdem die erste „Trostfrau“, die südkoreanische Kim Hak-Sun, im Jahre 1991 mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit ging, versuchen die anderen ehemaligen Zwangsprostituierten, eine Entschuldigung und Entschädigung von der japanischen Regierung zu erlangen. Ihre Anforderungen, die sie inzwischen in mehr als 1.000 abgehaltenen Protesten in Seoul durchzusetzen versuchten, hatten jedoch bisher wenig Erfolg.

Die Frauen brauchen eine breitere Basis an Unterstützung und ihre Angelegenheit mehr Aufmerksamkeit, damit eine ordentliche Veränderung herbeigeführt werden kann. Zu diesem Zweck ist die Arbeit des japanischen Fotografen Tsukasa Yajima wichtig. Er zeigt uns einen besonderen Einblick in das Leben der Frauen im sogenannten „Haus des Teilens“, den er während seines dortigen Aufenthalts (2003 – 2006) erhielt.

Die Ausstellung ist  während der Öffnungszeiten der MONAliesA zugänglich.

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Februar

Mi., 14.02., 19 Uhr: Transsexuelle Weiblichkeit als Dreckshomo und Queerikone, Referentin: Daria Majewski, Moderatorin: Constanze Stutz

Transsexuelle Weiblichkeiten unterliegen verschiedenen Projektionen in progressiven Kontexten. So sollen sie stellvertretend die Dekonstruierbarkeit von Geschlecht beweisen, als Opfergruppe, und damit als Heilige, Politiken rechtfertigen und die Möglichkeit Geschlecht und Sexualität zu Veruneindeutigen praktisch vorleben. Gleichzeitig sind an “Trans*” orientierte Politiken innerlich zerstritten und verweisen auf die Heterogenität von trans* Menschen. Ein Blick in die Alltagserfahrungen transsexueller Frauen zeigt andererseits, dass eine transsexuelle Identitätspolitik immernoch notwendig ist: Arbeitslosigkeit, sexualisierte/ physische/ psychische Gewalt, schlechte medizinische Versorgung und das erst kürzlich durch das Bundesverfassungsgericht erneut bestätigte Gutachterverfahren nach dem aktuellen Transsexuellengesetz, sind Symptome einer transfeindlich strukturieren Gesellschaft. Der Vortrag kritisert aktuelle (Nicht)Vorstellungen von transsexueller Weiblichkeit in emanzipatorischen Kontexten und stellt sich die Frage, ob es eine gelingende transgeschlechtliche Identitätspolitik geben kann.

Der Vortrag basiert auf dem Artikel “Dreckshomo und Queerikone – Transsein zwischen Selbsthass und Emanzipation”, der 2016 in dem Sammelband “Selbsthass und Emanzipation” erschienen ist.

Eintritt: Spendenempfehlung 2-5€

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Do., 22. Februar, 19 Uhr: Peet Thesing: Feministische Psychiatriekritik

Peet Thesing liest aus ihrem Buch „Feministische Psychiatriekritik“. Das Thema Psychiatriekritik ist schon lange aus dem Blickfeld von Feminist*innen verschwunden. ›Helfende‹ Maßnahmen werden nicht (mehr) gesellschaftskritisch analysiert, auch psychiatrisch-medizinische Ansätze werden nicht auf ihre strukturelle Bedeutung hin befragt. Geschichte scheint es in der Psychiatrie nicht zu geben.

Dabei sind viele Fragen offen: Wie eigentlich entstehen ›psychische Krankheiten‹ in dieser Gesellschaft? Wie wird zwischen krank und gesund (nicht) unterschieden? Wird Homosexualität tatsächlich nicht mehr als Krankheit betrachtet? Womit wird psychiatrische Gewalt begründet? Welche Rolle spielen legale Drogen und Therapien? Hört die feministische Forderung »My body, my choice« bei Essstörungen und Selbstverletzungen auf?

Thesing hinterfragt psychiatrische Ansätze aus einer gesellschaftskritischen Perspektive. Dabei orientiert sich die Autorin am Wissen Psychiatrie-Erfahrener. Es geht um die Trennung zwischen gesund und krank, um die Entstehung von Diagnosen, um Homosexualität und Hysterie und die Macht der Gutachten. Es wird beschrieben, wie psychiatrische Gewalt funktioniert; Fesselungen und die Verabreichung von Medikamenten werden dabei ebenso analysiert wie psychische Zugriffe.

Abschließend werden Optionen vorgestellt, die Handlungsfähigkeit wieder möglich macht, wenn die Psychiatrie sich nicht als Ort des ›Helfens und Heilens‹ erweist. Es wird auch ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion geben.

Eintritt: Spendenempfehlung 2-5 Euro

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März

Do., 15.03., 19 Uhr: Bettina Wilpert liest aus „nichts, was uns passiert“

Leipzig. Sommer. Universität, Fußball-WM und Volksküche. Gute Freunde. Eine Geburtstagsfeier. Anna sagt, sie wurde vergewaltigt. Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Aussage steht gegen Aussage. Nach zwei Monaten nah an der Verzweiflung zeigt Anna Jonas schließlich an, doch im Freundeskreis hängt bald das Wort „Falschbeschuldigung“ in der Luft. Jonas’ und Annas Glaubwürdigkeit und ihre Freundschaften werden aufs Spiel gesetzt.
Der Roman »nichts, was uns passiert« thematisiert, welchen Einfluss eine Vergewaltigung auf Opfer, Täter und das Umfeld hat und wie eine Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgeht.

Eine Veranstaltung im Rahmen von „Leipzig liest“.
Eintritt: Spendenempfehlung 2-5 Euro / Einlass: 18.30 Uhr, Beginn: 19 Uhr

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