Aktuelle Veranstaltungen

 

Juni 2016

Fr., 17.06.2016, 19:00 Uhr Anita Kienesberger: „Sexarbeit“ – (k)eine Arbeit wie jede andere?! Eine Begriffsverschiebung und die Auswirkungen auf den Prostitutionsdiskurs. Vortrag

Juli 2016

Mi., 06.07.2016, 19:oo Uhr Ohne Papiere – trotzdem versorgt?? Medinetz Leipzig stellt sich vor

Ausführliche Beschreibung

Do., 17.06.16, 19:00 Uhr
„Sexarbeit“ – (k)eine Arbeit wie jede andere?!
Eine Begriffsverschiebung und die Auswirkungen auf den Prostitutionsdiskurs

Veranstaltung mit Anita Kienesbauer

Prostitution wird oft als unabänderliche gesellschaftliche „Notwendigkeit“ betrachtet, quasi zum Mensch sein gehörend, obgleich sie ein „Dienst am Mann“ ist.
Genau deshalb soll diese kulturelle Praxis als etwas Normales akzeptiert und diskutiert werden.
Die Auswirkungen dieses Normalisierungsdiskurses auf die Gesellschaft werden dabei außer Acht gelassen wie auch bestehende Macht- und Gewaltstrukturen, die dem Patriachat innewohnen.
Der angeblich menschenfreundliche postfeministische Diskurs bagatellisiert „Sexarbeit“ zur normalen Lohnarbeit und entpuppt sich damit als frauenfeindlich!
Die Veranstaltung tritt den Beweis an, warum Prostitution keine Normalität ist.

Mi., 06.07.2016, 19:oo Uhr
Ohne Papiere – trotzdem versorgt?? Medinetz Leipzig stellt sich vor
Das Medinetz Leipzig vermittelt medizinische Behandlung für Menschen ohne Aufenthaltsstatus und ohne Krankenversicherung und macht sich politisch stark für eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung dieser Gruppen. Die nichtstaatliche, antirassistische Organisation vermittelt und berät kostenlos und anonym.
Das Medinetz wird sich an diesem Abend vorstellen und die Situation beschreiben, aus der heraus das Netzwerk gegründet wurde, wie es organisiert ist und welche konkreten Aufgaben die Organisation übernimmt. Außerdem geben die beiden anwesenden MitarbeiterInnen vom Medinetz einen Überblick zur rechtlichen Lage und gehen im Anschluss auf die Probleme der praktischen Umsetzung ein: Wie ist die Gesundheitsversorgung von papierlosen Menschen geregelt bzw. ist sie das in der Praxis überhaupt? In wie weit unterscheidet sich die medizinische Versorgung von registrierten Asylsuchenden zu Menschen ohne Papieren in der praktischen Umsetzung? Welche Personengruppen können über das Medinetz in ärztliche Behandlung kommen und wie? Rechtliche Grauzonen bzw. ein Auseinanderklaffen von theoretischer Zusicherung ärztlicher Versorgung und praktischer Hilfeleistung werden thematisiert wie auch die Frage: Ist es nicht vielmehr die Aufgabe der Politik, zu gewährleisten, dass alle Menschen einen barrierearmen Zugang zu ärztlicher Versorgung haben?
Zu Gast ist auch die Gynäkologin Dr. Eva Klatte. Sie arbeitet mit dem Medinetz zusammen und gibt einen Einblick sowohl in die Situation von Patientinnen und behandelnden ÄrztInnen. Über welche Wege kommen die Frauen in ihre Praxis mit welchen Anliegen? Was erschwert die Behandlung der Frauen? Mit welchen rechtlichen Grauzonen und juristischen Fragen muss die Ärztin umgehen? Wie viel Improvisation ist nötig wenn es darum geht, Frauen ohne Papiere zu behandeln? Und: Sollte es nicht eher Aufgabe der Politik sein, Lösungen zu finden?

Weitere ausführliche Beschreibungen folgen

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