Aktuelle Veranstaltungen

Oktober – Dezember 2016

Di., 11.10.2016, 19:00 Uhr
Das Unbehagen mit dem Sternchen. Feministische Sprachkritik ist mehr als eine Frage der Zeichen Eine Veranstaltung des Antifaschistischer Frauenblock Leipzig (afbl.org) im Rahmen der Kritischen Einführungswochen.

Sa./So., 15./16.10.2016:
Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen Frauen-KZ Ravensbrück (in Kooperation mit dem Bon Courage e.V.) // Leider ausgebucht! Es gibt eine Warteliste. //

So., 23.10.2016, 16:00 Uhr
„Gib auch uns ein Recht auf Leben!“ – Radclyffe Halls „Quell der Einsamkeit“: Kritische Lesung und Diskussion im Rahmen des Leipziger Festivals der Lesbischen Lebenskunst
Referentinnen: Koschka Linkerhand, Sabrina Zachanassian

Mi., 26.10.2016, 19:00 Uhr
„Lieselott Herforth. Die erste Rektorin einer deutschen Universität“ Lesung mit Waltraud Voss. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Zentrum für Frauen- und Geschlechtergeschichte der Uni Leipzig

Fr., 4.11., 18:00 Uhr
Vortrag und Gespräch mit Dr. Ulrike Lembke zum SexualstrafrechtAchtung! Ort: Felix-Klein-Hörsaal, Paulinum (5. Etage), Campus der Universität Leipzig

So. 6.11.2016, 15:00 Uhr
„Über die Schwierigkeit, Objekte zu bilden.“ Eine Lesung aus der outside the box #6! Im Rahmen der Hirschfeld-Tage 2016.

Mo., 14.11., 19:00 Uhr
Hilfe und Unterstützung bei sexualisierter Gewalt Referentinnen: Susanne Hampe (Frauen für Frauen e.V.), Nadine Maiwald (Anwältin)

So., 27.11.2016, 16:00 Uhr
„Neurechte Rhetorik im Kreuzzug gegen Gender und Feminismus“ Vortrag mit Dr. Gabriele Kämper

Di., 06.12.2016, 19:00 Uhr
Chick Lit – young feminist writers: Lektorin werden – Lektorin sein. Betrachtung des Berufes aus feministischer Perspektive Vortrag und Diskussion mit Heidi Stecker und Susan Wille

Vorschau:

März 2017: Dr. Karin Stögner: „Antisemitismus und Sexismus“

Ausführliche Beschreibung

Di., 11.10., 19:00 Uhr
Das Unbehagen mit dem Sternchen. Feministische Sprachkritik ist mehr als eine Frage der Zeichen
Die richtige Verwendung von Sprache ist politisch ein umkämpftes Feld. Insbesondere die feministische und die queere Szene fordern adäquate sprachliche Repräsentation. Unterschiedliche Vorschläge wurden in den letzten Jahr(zehnt)en gemacht, um mehr als nur Männer – mitunter auch Frauen – sichtbar zu machen: das Binnen-I, das Sternchen und der Unterstrich sind wohl die bekanntesten. Dagegen richten sich immer wieder selbsternannte »Sprachwahrer«, denen jede Veränderung der Sprache als kultureller Verlust gilt. Im Vortrag sollen diese Reaktionen kritisiert und erklärt werden, warum feministische Sprachkritik wichtig ist. In feministischen und queeren Zusammenhängen scheint jedoch bisweilen die Frage nach der richtigen Form zu Ungunsten der Argumente in den Mittelpunkt zu rücken. Wir wollen uns daher einer feministischen Sprachkritik annähern, die sich einer einseitigen Betonung der Form entzieht.

Eine Veranstaltung des Antifaschistischer Frauenblock Leipzig (afbl.org) im Rahmen der Kritischen Einführungswochen.

So., 23.10., 16:00 Uhr
„Gib auch uns ein Recht auf Leben!“ – Radclyffe Halls „Quell der Einsamkeit“: Kritische Lesung und Diskussion
„Quell der Einsamkeit“, ein Klassiker lesbischer Literatur, wurde kurz nach der Veröffentlichung 1928 gemäß dem britischen „Obszönitätsparagraphen“ verboten. Dennoch wurde Stephen Gordon – eine Butch, wie sie im Buche steht – rasch zu einem Vorbild lesbischer Lebensform. Radclyffe Halls Plädoyer für Toleranz fußt auf der zeitgenössischen sexualwissenschaftlichen Annahme, wonach Lesben und Schwule eine Laune der Natur seien, ein drittes Geschlecht, dem Anerkennung nicht länger verwehrt werden dürfe. Diese Legitimierung homosexueller Liebe ähnelt überraschend den „Born this way“- Bannern auf heutigen CSDs. Ist der Kampf um Anerkennung nicht anders zu rechtfertigen als durch Biologismen alter und neuer Prägung, die die Frage nach den gesellschaftlichen Bedingungen von Begehren für überflüssig erklären? Die Lesung bietet einen Eindruck, welche Vorstellungen von lesbischer Liebe und Sexualität in „Quell der Einsamkeit“ vermittelt werden, und geht der Frage nach, wie viel politischer Sprengstoff heute noch in diesem Roman und seinen Forderungen steckt. Eine Veranstaltung im Rahmen des Leipziger Festivals der Lesbischen Lebenskunst. Referentinnen: Koschka Linkerhand, Sabrina Zachanassian

Mi., 26.10., 19:00 Uhr
Lieselott Herforth. Die erste Rektorin einer deutschen Universität.
Buchvorstellung und Lesung mit Waltraud Voss
Diese erste umfassende Biographie anlässlich ihres 100. Geburtstags zeichnet den
Werdegang der Pionierin nach. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der Uni Leipzig

Fr., 4.11.,18:00 Uhr
Vortrag und Gespräch mit Dr. Ulrike Lembke zum Sexualstrafrecht
Achtung! Ort: Felix-Klein-Hörsaal, Paulinum (5. Etage), Campus der Universität Leipzig
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung und dem Fachschaftsrat Jura. Weitere Informationen auf monaliesa.de und facebook.

So. 6.11., 15:00 Uhr
Über die Schwierigkeit, Objekte zu bilden.
Lesung aus der neuen Ausgabe der Zeitschrift outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik (#6). Drei Redakterinnen widmen sich neuen und alten Texten zu weiblicher Sexulität und der Schwierigkeit, Objekte zu bilden. Eine Veranstaltung anlässlich der Hirschfeld-Tage 2016.

Mo., 14.11., 19:00 Uhr
Hilfe und Unterstützung bei sexualisierter Gewalt
Referentinnen: Susanne Hampe (Frauen für Frauen e.V.), Nadine Maiwald (Anwältin)
Vortrag über Möglichkeiten der Unterstützung für Betroffene sexualisierter Gewalt und Vorstellung lokaler Beratungs- und Hilfestrukturen. Weitere Informationen auf monaliesa.de und facebook.

So, 27.11., 16:00 Uhr
Neurechte Rhetorik im Kreuzzug gegen Feminismus und Gender
Unter dem Kampfbegriff der „Reconquista maskuliner Ideale“ ziehen neurechte Agitatoren gegen Feminismus und Gender zu Felde. Die Geschlechterpolitik ist im Zentrum rechter Ideologien angekommen, und das nicht von ungefähr: Ist doch die Ungleichheit der Geschlechter eine Art Blaupause für jede Propaganda der Ungleichheit. Rechter Diskurs und die Alltagsrhetoriken einer patriarchal gesättigten Kultur verschaffen einander dabei gegenseitig Resonanz und Plausibilität.

Die rechte Ideengeschichte lässt sich als ein Ineinandergreifen von politischer Ideologie und einem rhetorischen Programm beschreiben, das von Tradierung und Erneuerung gleichermaßen geprägt ist. Eine zentrale Konstante ist die Verknüpfung politischer Programmatik mit geschlechtlichen (Selbst)bildern, Metaphern und Assoziationsverkettungen. Das umfasst Aspekte wie eine idealisierte männliche Autonomie, das Menetekel gesellschaftlicher Verweiblichung, kriegerische Selbstbehauptung, Verschmelzungsphantasmen mit Mutter Erde oder das Motiv des Vatermordes als Vaterlandsmord. Dem kontrastiert die Bilderwelt patriarchal verbürgter guter Ordnung und unerschütterlicher Männlichkeit. So entsteht ein semantisch vermittelter Wohlfühlraum in der Inszenierung geschlechtlicher Ungleichheit.

Auf der Basis solcherart vergeschlechtlicher Wertungssysteme delegitimiert diese Rhetorik subtil und suggestiv demokratische Fundamente wie Gleichheit, Friedfertigkeit und soziale Verantwortung im Namen männlicher Selbstbehauptung. Diese Botschaft erhält und erneuert sich in den diskursiven Entwicklungen rechter Programmatik und Rhetorik.

Referentin: Dr. Gabriele Kämper, Literaturwissenschaftlerin und Leiterin der Geschäftsstelle Gleichstellung des Landes Berlin

Di., 06.12., 19:00 Uhr
Chick Lit – young feminist writers: Lektorin werden – Lektorin sein. Betrachtung des Berufes aus feministischer Perspektive

Referentinnen: Heidi Stecker, Susan Wille

Hinter jedem Buch steckt mindestens ein*e Lektor*in. Stil, Form und auch Inhalt wird durch Lektorinnen geprägt, sie sind wichtige Akteurinnen im Entstehungsprozess eines Buches. Wir haben zwei Lektorinnen eingeladen, um mit ihnen über ihre Arbeit zu sprechen. Zum einen wird es uns um ihre konkrete Arbeit und die Fragen danach gehen, wie man Lektorin wird, wie man Aufträge erhält, welche Bezahlung kann man einfordern kann. Welche Netzwerke sind sinnvoll, welche Freuden und Schwierigkeiten bringt der Beruf mit sich? Zum anderen interessiert uns die politische Dimension: Wählen die Lektorinnen nach feministischen Standpunkten? Wie können diese in die Arbeit einfließen? Wie steht es um das Geschlechterverhältnis in diesem Beruf? Diese und weitere Fragen sollen anhand der Erfahrungen auf dem Podium und im Publikum diskutiert werden.

Weitere ausführliche Beschreibungen folgen

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