Aktuelle Veranstaltungen

Vorträge zum Nachhören:

https://www.mixcloud.com/MONAliesA_Leipzig/

Leseklub (fortlaufend) jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA

Feministischer MÜTTER*-Stammtisch (fortlaufend) alle vier Wochen Montag, 21 Uhr, nächster Termin 11.03.

Freitag, 22.03.19, 19 Uhr: Das Politische ist Persönlich! Kristina Hänel liest, ACHTUNG RAUMÄNDERUNG (GWZ der Uni Leipzig)

Sonntag, 24.03., 15 Uhr: Lesung „Aus freien Stücken“ – oder? 15 Geschichten über Macht, Gewalt und Selbstbestimmung

Freitag, 5.04.19, 19 Uhr: Barbara Degen: Lesbendiskriminierung: Kein Recht auf Erinnerung?

Donnerstag, 11.04.19, 19 Uhr: Wirklich frei sind wir erst, wenn wir auch dick sein können! Vortrag und Diskussion über Fatacceptance und Feminismus von Judith Schreier

Donnerstag, 25.04.19, 19 Uhr: Vortrag Gedenkstätte für Zwangsarbeit: Die Aufseherinnen des KZ-Außenlagers “HASAG Leipzig”

Freitag, 17.05.19 – Sonntag, 19.05.19: Fahrt in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Freitag, 28.06.19, 19 Uhr: Merle Stöver: Die Achillesferse der Intersektionalität – Überlegungen zu Antisemitismus als blinder Fleck der Intersektionalität

Freitag, 13.09.19, 19 Uhr: Film „Unter der Haut liegen die Knochen“ von Marlene Pardeller zum Thema Femizid, Vorstellung der Kampagne „KeineMehr“

Ausführliche Beschreibung

Leseklub (fortlaufend)

Jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA – nächste Termine sind am 27.02., 13.3. und 27.3. (Lesepensum: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura von Irmtraud Morgner bis einschließlich das 11. Buch)

Der Leseklub in der MONAliesA lädt ein, sich mit der Literatur von Frauen aus der DDR und Osteuropa zu beschäftigen. Wir wollen uns mittwochs (2-wöchentlich) von 19:00 bis 20:30 Uhr in einer offenen Runde unseren Fragen zu Feminismus, Geschichte, Politik und Literatur – zunächst – in den Werken der Autorinnen Joanna Bator, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Gisela Steineckert widmen. Jede*r sei herzlich ermuntert, in den Leseklub einzutreten und an der Gestaltung der Sitzungen mitzuwirken, etwa die Moderation für Sitzungen mit spezifischen Themenkomplexen zu übernehmen, kleinere Vorträge zu eigenen Fragestellungen einzubringen, sich über die Autorin und ggf. Übersetzerin zu informieren und vieles ähnliches mehr.

Oberstes Ziel des Leseklubs ist, Freude am Lesen zu fördern und uns mit anderen über unsere Leseerfahrungen auszutauschen! Außer der für einen Leseklub nicht überraschenden Lesebereitschaft und der Neugier und Offenheit gegenüber oben genannten Themen sind daher keine Voraussetzungen nötig. Allerdings möchten wir eine schöne Atmosphäre kreieren, in der keine*r Angst haben muss, etwas zu sagen oder zu fragen. Wir bitten also darum, eine Portion Geduld und Empathie mitzubringen.

Bis dahin freut sich auf euch:
Der Leseklub in der MONAliesA!

Kontakt via Email: DerHessischeLandbote at disroot.org

nach oben

Feministischer MÜTTER*-Stammtisch / Empowerment Süd (fortlaufend)

Montag alle vier Wochen, 21-22.30 Uhr, nächster Termin 11.03.

Die erste Kennenlernrunde ergab, dass sowohl an Theorie als auch Erfahrungsaustausch Interesse besteht. Wir wollen zunächst im 4-Kalenderwochen-Rhythmus bleiben und ausprobieren, Theorie und Erfahrungsaustausch abzuwechseln. Inhaltlich wird es um das Sammeln von Themen und Ideen gehen, wie die einzelnen Sitzungen gestaltet werden können, und damit auch darum, einander noch weiter kennenzulernen. Ein Vorschlag zu einer ersten Theoriesitzung war etwa, sich die outside the box-Ausgabe “Gebären” vorzunehmen (outside-mag.de/issues/3/posts), um durch die Textlektüre zu eigenen Fragestellungen und Thesen zu gelangen. Außerdem soll eine kleine Literaturliste entstehen.

Vorschläge im Block “Theorie” rund um das Thema kritische Mütterlichkeit sind herzlich willkommen, das Genre ist dabei nicht entscheidend. Als Material können auch gerne Belletristik, Zines oder eben Studien, z.B. der Zweiten Frauenbewegung o.ä., dienen. Bitte keine Scheu vor “Theorie”: Niemand braucht besondere Vorkenntnisse, wir werden uns im gemeinsamen Austausch mit dem Material auseinandersetzen und ganz sicher auf viel Spannendes und Erkenntnisreiches stoßen. Es soll nicht um das “Durcharbeiten” von akademischer Fachliteratur gehen und um “richtig” oder “falsch”, sondern darum, durch das Gelesene miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven auf die eigene Situation zu gewinnen! Auch für die Austausch-Sitzungen können Themenschwerpunkte gesetzt werden. Viele haben einen Bedarf nach Austausch übers Stillen, sodass das z.B. ein mögliches Thema für eine erste solche Sitzung wäre. Natürlich ist es möglich, nur zu einzelnen Stammtischsitzungen zu kommen, also z.B. nur zum Erfahrungsaustausch.

nach oben

Freitag, 22.03.19, 19 Uhr: Das Politische ist Persönlich! Kristina Hänel liest

ACHTUNG! Die Veranstaltung findet im GWZ der Uni Leipzig, Beethovenstr 15 im Hörsaal Erdgeschoss statt!

Tagebuch der „Abtreibungsärztin“, die sich nicht mundtot machen lässt

Von einer, die auszog, einen Unrechtsparagrafen zu kippen: die Gießener Ärztin Kristina Hänel und ihr Kampf für das Recht auf Information zum Schwangerschaftsabbruch.

Als Kristina Hänel am 3. August 2017 nach Hause kommt, erwartet sie ein Brief vom Amtsgericht. »Strafverfahren gegen Sie wegen Werbens für den Abbruch einer Schwangerschaft …« Laut §219a StGB gilt die Sachinformation auf ihrer Homepage als Werbung und ist verboten, ein Umstand, den Abtreibungsgegner nutzen, um Mediziner*innen bundesweit anzuzeigen. Bis dato unbemerkt von einer breiteren Öffentlichkeit. Dies ändert sich mit der »Causa Hänel«, als die Ärztin ihren Fall mit einer Petition öffentlich macht und mit Haut und Haar für die Aufklärung über §219a und seine Abschaffung eintritt.

Als Galionsfigur der Kampagne für das Recht auf Information zum Schwangerschaftsabbruch wird Kristina Hänel große mediale Aufmerksamkeit zuteil, doch die Reduzierung auf den Begriff »Abtreibungsärztin« akzeptiert sie nicht. In ihrem persönlichen Tagebuch hält sie mit ungefilterter Offenheit fest, welche inneren und äußeren Kämpfe sie vor, während und nach dem Prozess begleiten und wie sie zu der öffentlichen Person wurde, die sie heute ist. Dabei ordnet sie ihr Engagement gegen den §219a ebenso in die Geschichte des Kampfes für Frauengesundheit ein wie in den Kontext ihres Wirkens als Ärztin und Mensch. Erkennbar wird eine beherzte Frau, die stets versucht, anderen zu helfen und das Richtige zu tun.

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen von „Leipzig liest“

nach oben

Sonntag, 24.03., 15 Uhr: Lesung „Aus freien Stücken“ – oder? 15 Geschichten über Macht, Gewalt und Selbstbestimmung

Wie kann man sich bei einer Anhörung im Asylverfahren einen Rest Selbstbestimmung bewahren, wenn man sogar aufs Klo nur in Begleitung darf? Kann man sich den Ekel vor »hässlichen« Körpern durch puren guten Willen abgewöhnen? Wem gehört meine Brust? Wie gefährlich kann ein Coming Out für syrische Ministerialbeamte werden? Und wie kann ich mir sicher sein, dass jemand wirklich Tee mit mir trinken will? Ein klarer weiblicher Blick auf komplizierte sexuelle- und Machtdynamiken ruft noch immer heftige Abwehrreaktionen hervor – doch eine neue Generation schüttelt jetzt die bleierne Decke auf. Herausgegeben von Redakteurinnen des Missy Magazine schreiben 15 namhafte Autor*innen über Selbstbestimmung und Sex in allen Lebensbereichen. Sie ergründen, wie erfüllende, gleichberechtigte menschliche Beziehungen im 21. Jahrhundert gehen – oder eben auch scheitern. Das gerät persönlich, analytisch oder kritisch, provokant oder brüllend komisch, aber in jedem Fall überraschend.

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse stellen die Herausgeberin Anna Mayrhauser sowie die beiden Autorinnen Sibel Schick und SchwarzRund das Buch vor und lesen aus ihren Texten. Dabei werden die absurden Erwartungsbilder von außen bzgl. der Körperbehaarung von Frauen und dem persönlichen Umgang damit thematisiert, sowie Erfahrungen und gedankliche Einordnungen als Person of Color im Unialltag versprachlicht.

Eine Veranstaltung im Rahmen von „Leipzig liest“

nach oben

Freitag, 5.04.19, 19 Uhr: Barbara Degen: Lesbendiskriminierung: Kein Recht auf Erinnerung?

Dr. Barbara Degen wird über die Kontinuitäten der Lesbendiskriminierung und –verfolgung sprechen und ihre rechtshistorische Entwicklung, also die historische Einordnung des § 175 StGB, erläutern. Anhand des Beispiels der Gedenkstätte Ravensbrück zeigt sie die Auseinadersetzung und den Streit ums Gedenken und die Anerkennung von Lesben als Opfergruppe.

Dr. Barbara Degen, Juristin, Frauengeschichtsforscherin, Mitbegründerin des „Hauses der Frauengeschichte“, Bonn und Autorin des Buches „Das Herz schlägt in Ravensbrück – Die Gedenkkultur der Frauen“ (2010)

Eine Veranstaltung im Rahmen der Gedenkstättenfahrt zum ehemaligen KZ Ravensbrück

nach oben

Donnerstag, 11.04.19, 19 Uhr: Wirklich frei sind wir erst, wenn wir auch dick sein können! Vortrag und Diskussion über Fatacceptance und Feminismus von Judith Schreier

Im Vortrag sollen die Bewegungen Fat Acceptance und Body Positivity in ihrem Potential für eine Analyse struktureller Unterdrückungsmechansimen (und einer Emanzipation von diesen) kritisch hinterfragt werden und dabei immer wieder mit der Kategorie Geschlecht in Beziehung gesetzt werden.

Dick gilt als Tabu, als unter keinen Umständen erstrebenswert, darüber hinaus sind ganze Industrien darauf abgezielt zu verhindern, dass Menschen dick werden. Entstanden in den 1970er Jahren als Untergrundbewegung in San Francisco, gewinnt die Fat Acceptance Bewegung, die diese Einstellungen hinterfragt, nun langsam auch in Deutschland immer mehr an Aufmerksamkeit in feministischen und tendenziell auch in mehrheitsgesellschaftlichen Diskursen.

Dicke Menschen erfahren bis heute Diskriminierung und Benachteilungen in allen Lebensbereichen, die sogenannte Fettfeindlichkeit (engl. Fatshaming/Fatphobia/-misia). Die Fat Acceptance Bewegung versucht der Entstehung von Stigmatisierung gegenüber dicken Menschen entgegenzuwirken und somit Diskriminierung abzubauen. Eine feministische Hauptüberzeugung der Bewegung ist dabei, dass Menschen – unabhängig wie dick – Akzeptanz, Wertschätzung und vollständige gesellschaftliche Teilhabe verdienen. Obwohl Menschen aller Gesellschaftsschichten dick sein können, sind besonders Menschen, die Mehrfachdiskriminierungen erfahren, betroffen. Denn der Diskurs über das Dicksein wird gesellschaftlich über mehrere Achsen verhandelt: Gesundheit, Schönheit und Verantwortung. Daraus resultierend sind Frauen und Queers durch die enge Verknüpfung dieser Achsen erhöhter Fettfeindlichkeit ausgesetzt. Beispielsweise müssen Mütter nicht nur selbst dünn, in fettfeindlicher Rhetorik synonym mit gesund und schön, sein, sondern müssen auch konstant dafür sorgen ihre Kinder keinesfalls dick sind oder werden, damit diese möglichst nie zu erwachsenen Dicken werden. Zudem hat sich seit den 1990er Jahren aus der Fat Acceptance Bewegung heraus die Body Positivity Bewegung in den sozialen Medien herausbildet. Obwohl eine Öffnung der Thematiken wünschenswert sein könnte, ist heute der Diskurs zwischen Fat Acceptance und Body Positivity geprägt von Ausschlüssen und Zugehörigkeit, kapitalistischer Verwertbarkeit und Ausnutzung der Slogans.

Judith Schreier studiert im Master Amerikanistik an der Universität
Leipzig. Sie forscht über die Darstellung von dicken Körpern sowie
Gender und Sexualität in (amerikanischer) Literatur und Kultur und ist zudem Fat-Aktivistin.

nach oben

Donnerstag, 25.04.19, 19 Uhr: Vortrag Gedenkstätte für Zwangsarbeit: Die Aufseherinnen des KZ-Außenlagers “HASAG Leipzig”

Die Rolle von Frauen im NS war lange Zeit umstritten. Erst gegen Ende der 1980er Jahre richtete sich der Blick der Forschung von der einseitigen Opferperspektive hin zu einem Verständnis von Frauen als (Mit)Täterinnen und eigenständig handelnden Akteurinnen innerhalb des nationalsozialistischen Verfolgungsapparates. In Leipzig existierte seit 1944 das KZ-Frauenaußenlager „HASAG Leipzig“. Die ca. 5000 weiblichen Häftlinge wurden rund um die Uhr von über 80 KZ-Aufseherinnen bewacht.
Nach 1945 gab es keine weitergehende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Täterinnen.

Die Referentinnen widmen sich seit 2017 in einem Forschungsprojekt der Aufarbeitung der Biografien dieser Aufseherinnen. Der Vortrag zielt darauf ab, am Beispiel des KZ-Außenlagers „HASAG Leipzig“ eine Einführung in das Thema KZ-Aufseherinnen zu geben. Dabei sollen anhand von Forschungsergebnissen die Wege der Frauen von ihrer Rekrutierung bis zu ihrem Dienst im Außenlager sowie mögliche Handlungsräume und der
juristische Umgang mit ihren Verbrechen nach 1945 beleuchtet werden.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Gedenkstättenfahrt Ravensbrück, in Kooperation mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig.

nach oben

Freitag, 17.05.19 – Sonntag, 19.05.19: Fahrt in die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

In Kooperation mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

Vom 17. bis 19.5.2019 besuchen wir mit einer Gruppe von 25 Personen die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück sowie das Gelände des ehemaligen KZ Uckermark. Wir wollen uns während unseres Aufenthalts vor allen Dingen mit Erinnerung, Erinnerungsdiskursen und Gedenken auseinandersetzen. Wie wird den Frauen, Mädchen und Lesben, welche dort inhaftiert, zur Zwangsarbeit gezwungen und ermordet wurden, gedacht? Wie an sie erinnert?

An beiden Orten werden wir an Führungen teilnehmen (Angelika Meyer/ Ravensbrück, Initiative Gedenkort KZ Ravensbrück). Es wird auch viel Zeit eingeräumt, selbstständig Eindrücke zu gewinnen. Am Ende jedes Tages wollen wir zusammenkommen und uns austauschen. Wir übernachten in der Jugendherberge Ravensbrück, sie befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers. Diese Situation wird in unseren Gesprächen eine Rolle spielen.
Zusätzlich zu der Fahrt wird es ein Vorbereitungs- sowie ein Nachbereitungstreffen geben:

Donnerstag, 09.05.19, 19 Uhr: Vorbereitungstreffen
Donnerstag, 23.05.19, 19 Uhr: Nachbereitungstreffen

Diese dienen der gemeinsamen Vorbereitung und anschließenden Reflexion.

!! über die genaue Zugverbindung, Treffpunkt, Zeitplan etc. werden die Teilnehmenden rechtzeitig informieren !!

Alle Menschen sind unabhängig von ihren Kenntnissen oder ihres Vorwissens eingeladen, mitzukommen. Für die gemeinsame Anreise mit dem Zug, Übernachtung und Verpflegung ist ein Betrag von 25€ zu zahlen. Sollte dies eine Hürde für euch sein, sprecht uns bitte an, sodass wir einen Weg finden können, wie ihr trotzdem an der Fahrt teilnehmen könnt.
Anmeldung sind unter bibliothek@monaliesa.de ab jetzt möglich.

Außerdem könnt ihr im April zwei Veranstaltungen, welche auf das Thema vorbereiten, in der MONAliesA besuchen:

7.4. Barbara Degen – Lesbendiskriminierung: Kein Recht auf Erinnerung?

25.4. Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig – Die Aufseherinnen des KZ-Außenlagers “HASAG Leipzig”

nach oben

Freitag, 28.06.19, 19 Uhr: Die Achillesferse der Intersektionalität – Überlegungen zu Antisemitismus als blinder Fleck der Intersektionalität

Referentin: Merle Stöver

Wer sich einst hoffnungsvoll unter dem Schlagwort der Intersektionalität versammelte, musste mit jener Hoffnung vor der Unmöglichkeit, Antisemitismus adäquat zu erfassen und einzubeziehen, kapitulieren. Im Vortrag wird nicht nur jene Unmöglichkeit thematisiert, sondern auch zugleich der Blick auf aktuelle Entwicklungen geworfen, die den antisemitischen Geist der Intersektionalitätsdebatten der vergangenen Jahre offenbaren. Doch die Kapitulation vor dem Antisemitismus, der als Ressentiment, politische Bewegung und Ideologie zugleich für sich beansprucht, die Welt erklären zu können, soll nicht das Ende sein: Im Anschluss soll im Vortrag diskutiert werden, inwiefern Bedingungen geschaffen werden können, um Antisemitismus zu erfassen und im Zusammenspiel mit Rassismus, Sexismus oder Klassismus zu analysieren.“

Merle Stöver ist Masterstudentin am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Sie forscht, schreibt und spricht zu Antisemitismus und Geschlecht.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Jüdischen Woche Leipzig.

nach oben

Freitag, 13.09.19, 19 Uhr: Film „Unter der Haut liegen die Knochen“ von Marlene Pardeller zum Thema Femizid, Vorstellung der Kampagne „KeineMehr“

Er untersucht, wie das gesamtgesellschaftliche Problem der Frauen*morde in den politisch so unterschiedlichen Realitäten wie Italien und Mexiko sich dennoch so ähnlich gestalten kann. Dabei werden Frauenhauskoordinatorinnen, Trägerinnen von Traditionen wie Schuachplattlerinnen und Wrestlerinnen sowie Forscherinnen zu diesem Thema befragt, um die Kausalzusammenhänge zu erforschen.
Nach einer gemeinsamen Diskussion mit der Filmemacherin wird der Bezug zur deutschen Realität hergestellt. Jeden Tag wird in Deutschland versucht, eine Frau* umzubringen. Das ist keine Realität, die wir als Normalzustand akzeptieren können. Die Arbeit der KeineMehr-Kampagne wird von den Initiatorinnen vorgestellt. Ziel der Kampagne ist es, die Zustände in Deutschland zu benennen um sie nachhaltig zu verändern.

nach oben

Werbeanzeigen