Aktuelle Veranstaltungen

Leseklub (fortlaufend)

jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA

April

Do., 19.04., 19 Uhr: Transsexuelle Weiblichkeit als Dreckshomo und Queerikone
Referentin: Daria Majewski, Moderatorin: Constanze Stutz

Mai

Di., 29.05., 19 Uhr: Disziplinierung und Kontrolle weiblicher Sexualität in der DDR –
die Geschlossene Krankenanstalt Leipzig, Referentin: Steffi Brüning

Ausführliche Beschreibung

Leseklub (fortlaufend)

Jeden zweiten Mittwoch 19 Uhr: Leseklub in der MONAliesA – nächste Termine sind am 11.04., 25.04. und 09.05. (Lesepensum: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura von Irmtraud Morgner /bis einschließlich sechstes Buch)

Der Leseklub in der MONAliesA lädt ein, sich mit der Literatur von Frauen aus der DDR und Osteuropa zu beschäftigen.

Wir wollen uns mittwochs (2-wöchentlich) von 19:00 bis 20:30 Uhr in einer offenen Runde unseren Fragen zu Feminismus, Geschichte, Politik und Literatur – zunächst – in den Werken der Autorinnen Joanna Bator, Brigitte Reimann, Irmtraud Morgner und Gisela Steineckert widmen. Jede*r sei herzlich ermuntert, in den Leseklub einzutreten und an der Gestaltung der Sitzungen mitzuwirken, etwa die Moderation für Sitzungen mit spezifischen Themenkomplexen zu übernehmen, kleinere Vorträge zu eigenen Fragestellungen einzubringen, sich über die Autorin und ggf. Übersetzerin zu informieren und vieles ähnliches mehr.

Oberstes Ziel des Leseklubs ist, Freude am Lesen zu fördern und uns mit anderen über unsere Leseerfahrungen auszutauschen!

Außer der für einen Leseklub nicht überraschenden Lesebereitschaft und der Neugier und Offenheit gegenüber oben genannten Themen sind daher keine Voraussetzungen nötig. Allerdings möchten wir eine schöne Atmosphäre kreieren, in der keine*r Angst haben muss, etwas zu sagen oder zu fragen. Wir bitten also darum, eine Portion Geduld und Empathie mitzubringen.

Bis dahin freut sich auf euch:
Der Leseklub in der MONAliesA!

Kontakt via Email: DerHessischeLandbote at disroot.org

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April

Do., 19.04., 19 Uhr: Transsexuelle Weiblichkeit als Dreckshomo und Queerikone
Referentin: Daria Majewski, Moderatorin: Constanze Stutz

Transsexuelle Weiblichkeiten unterliegen verschiedenen Projektionen in progressiven Kontexten. So sollen sie stellvertretend die Dekonstruierbarkeit von Geschlecht beweisen, als Opfergruppe, und damit als Heilige, Politiken rechtfertigen und die Möglichkeit Geschlecht und Sexualität zu Veruneindeutigen praktisch vorleben. Gleichzeitig sind an “Trans*” orientierte Politiken innerlich zerstritten und verweisen auf die Heterogenität von trans* Menschen. Ein Blick in die Alltagserfahrungen transsexueller Frauen zeigt andererseits, dass eine transsexuelle Identitätspolitik immernoch notwendig ist: Arbeitslosigkeit, sexualisierte/ physische/ psychische Gewalt, schlechte medizinische Versorgung und das erst kürzlich durch das Bundesverfassungsgericht erneut bestätigte Gutachterverfahren nach dem aktuellen Transsexuellengesetz, sind Symptome einer transfeindlich strukturieren Gesellschaft. Der Vortrag kritisert aktuelle (Nicht)Vorstellungen von transsexueller Weiblichkeit in emanzipatorischen Kontexten und stellt sich die Frage, ob es eine gelingende transgeschlechtliche Identitätspolitik geben kann.

Der Vortrag basiert auf dem Artikel “Dreckshomo und Queerikone – Transsein zwischen Selbsthass und Emanzipation”, der 2016 in dem Sammelband “Selbsthass und Emanzipation” erschienen ist.

Einlass: 18.30 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr
Eintritt: Spendenempfehlung 2-10 Euro

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Mai

Di., 29.05., 19 Uhr: Disziplinierung und Kontrolle weiblicher Sexualität in der DDR – die Geschlossene Krankenanstalt Leipzig, Referentin: Steffi Brüning

In der Riebeckstraße 63, Leipzig, befand sich in der DDR bis 1990 die Geschlossene Krankenanstalt für vermeintlich geschlechtskranke Frauen und weibliche Jugendliche. In Geschlossenen Krankenanstalten sollten vorgeblich widerspenstige Geschlechtskranke isoliert werden, um sie zu heilen. Die Historikerin Steffi Brüning wird im Vortrag zeigen, dass die Anstalt aber nur theoretisch eine medizinische Einrichtung war. Eigentlich ging es um Disziplinierung und Kontrolle von Frauen und weiblichen Jugendlichen, die sich verschiedenen „sozialistischen Normen“ besonders hinsichtlich der Rollenerwartung an Frauen und ihre Sexualität in der DDR widersetzten. Die meisten „Patientinnen“ waren nie geschlechtskrank, die Verantwortlichen brachen zum großen Teil rechtliche Verordnungen der DDR. Diese bislang wenig beachtete Facette von Herrschaft und Gewalt in der DDR wird durch den Vortrag und eine anschließende Diskussion näher beleuchtet.

Einlass: 18.30 Uhr
Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr
Eintritt: Spendenempfehlung 2-10€

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